Chemnitzer LEGO-Sammler erfüllt sich Traum vom eigenen Laden

Chemnitz - Auf seine Steine können Chemnitzer künftig bauen: Patrick Engert (40) will in Altchemnitz in wenigen Wochen einen LEGO-Laden eröffnen.

Die Achterbahn mit mehr als 4000 Teilen steht schon bei Patrick Engert (40) im Schaufenster.
Die Achterbahn mit mehr als 4000 Teilen steht schon bei Patrick Engert (40) im Schaufenster.  © Uwe Meinhold

Entgegen dem Trend zum Online-Shopping setzt der Selbstständige auf exklusive Sammel-Sets, Know-How und den Erlebnis-Faktor. Die bunten Bauklötzchen hätten in den vergangenen Jahren einen neuen Hype erfahren.

Im Sommer stand Patrick Engert als Altenpfleger noch am Krankenbett. Demnächst steht er hinter der Ladenkasse. "20 Jahre als Altenpfleger haben mich psychisch und physisch stark belastet, vor allem während der Pandemie. Bis zur Rente hätte ich das nicht geschafft." Als leidenschaftlicher LEGO-Sammler und zweifacher Papa hatte er den eigenen Laden lange im Hinterkopf.

Mit seinem Wissen über die LEGO-Welt will er bei Kunden punkten. "Vor allem bei den sogenannten Adult Fans of LEGO, also den Sammlern. Einige LEGO-Sets sind so begehrt, dass sie über die Jahre an Wert gewinnen, weil sie nicht mehr hergestellt werden."

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Deswegen setzt Engert nicht nur auf Neuheiten, sondern exklusive Sets mit mehreren tausend Teilen. Diese kosten schnell mal einige hundert Euro.

"Er liebt mich, er liebt mich nicht ..." - mittlerweile gibt's sogar LEGO-Bausätze für komplette Blumensträuße.
"Er liebt mich, er liebt mich nicht ..." - mittlerweile gibt's sogar LEGO-Bausätze für komplette Blumensträuße.  © Uwe Meinhold

"Ich will LEGO zum Anfassen machen"

Zur Eröffnung am 6. November sind alle Regale gefüllt.
Zur Eröffnung am 6. November sind alle Regale gefüllt.  © Uwe Meinhold

Anfang der 2000er stand der Konzern kurz vor der Pleite. Heute liegen die Steine wieder voll im Trend. Lego ist weltweit die meistverkaufte Spielzeugmarke. Bei der RTL-Show LEGO Masters basteln Fans um die Wette. Diese Argumente lassen Patrick Engert auf einen Erfolg hoffen.

Die Innenstadt hat der Chemnitzer vorerst bewusst gemieden. "Ich wohne in der Nähe und um die Ecke ist gleich ein Paket-Shop. Ich will erstmal sehen, wie es hier im Wohngebiet anläuft."

Noch arbeitet der Sammler nicht direkt mit dem Spielzeug-Giganten zusammen. Dafür müsste er viele Auflagen erfüllen, bekäme im Gegenzug in Sachen Laden-Einrichtung aber auch Unterstützung. Ohne den Konzern im Rücken könne Engert dennoch besser improvisieren. In der Ladenmitte plant er eine kleine, wechselnde Ausstellung. "Ich will LEGO zum Anfassen machen."

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Am 6. November, um 9 Uhr, eröffnet er der Laden "Patbricks" in der Erdmannsdorfer Straße 4.

Titelfoto: Uwe Meinhold

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