Autonomer Verkehr im ÖPNV: Chemnitzer FDP will Busfahrer einsparen

Chemnitz - Bus und Bahn ohne Fahrer: Laut FDP-Stadtrat Jens Kieselstein (42) wäre das zumindest im Schienenverkehr relativ schnell und einfach umsetzbar. Im heutigen Stadtrat bringt die Fraktion einen Beschlussantrag ein, der die Stadt Chemnitz dazu auffordert, ein Konzept für Autonome Öffentliche zu erarbeiten.

Der Fahrermangel bei der CVAG beschert Chemnitz volle Busse.
Der Fahrermangel bei der CVAG beschert Chemnitz volle Busse.  © Uwe Meinhold

Gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft und Wissenschaft (insbesondere TU Chemnitz sowie CVAG) soll das Rathaus Chancen, Herausforderungen und Kosten der fahrerlosen Öffentlichen ermitteln:

"In unserer Stadt gibt es viel Expertise. Wir sind beim autonomen Fahren Europäisches Zentrum, das zeigt sich allein dadurch, wie viele Chemnitzer Unternehmen sich mit der Thematik auseinandersetzen."

Auch könnte dem aktuellen Personalmangel entgegengewirkt werden.

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Erst kürzlich erklärte die CVAG, dass sie wegen fehlender Fahrer auch weiterhin nach ausgedünntem Verkehrsplan arbeitet. Außerhalb der Kernzeiten verkehren Busse und Bahnen nur noch im 20- oder gar 30-Minuten-Takt.

Autonome Fahrzeuge, wie dieses Busshuttle vor dem Moritzhof, könnten Abhilfe schaffen.
Autonome Fahrzeuge, wie dieses Busshuttle vor dem Moritzhof, könnten Abhilfe schaffen.  © Kristin Schmidt

Schon vor der heutigen Stadtratssitzung gab's positive Signale aus dem Rathaus: "Inhaltlich kann und wird ein solches Konzept erarbeitet werden", so Bürgermeisterin Dagmar Ruscheinsky (63, parteilos) in Vertretung von Baubürgermeister Michael Stötzer (50, Grüne).

Titelfoto: Uwe Meinhold

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