Chemnitz: Rund 200 Teilnehmer bei Palästina-Demo am Nischel

Chemnitz - Am heutigen Sonntagnachmittag versammelten sich rund 200 Palästina-Unterstützer vor dem Karl-Marx-Kopf ("Nischel") in Chemnitz.

Während der Versammlung gab es mehrere Redebeiträge.
Während der Versammlung gab es mehrere Redebeiträge.  © Kristin Schmidt

Sie forderten "Freiheit für Palästina!" Die Polizei spricht von einem ereignisarmen, aber nicht ganz störungsfreien Verlauf: Zwei Versammlungsteilnehmer (22, 25) verstießen gegen das Vermummungsverbot, da sie ihr Gesicht, bis auf die Augen, wiederholt mit einer Kufiya (sogenanntes Palästinensertuch) verbargen.

Zudem prüft die Kripo skandierte Parolen wegen des Verdachts auf Volksverhetzung. Von einigen Teilnehmern war lautstark "From the river to the sea, palestine will be free!" zu hören. "Durch die Staatsanwaltschaft Chemnitz wird dahingehend der Anfangsverdacht der Volksverhetzung zu prüfen sein. Die Sprechchöre wurden für eine mögliche Strafverfolgung polizeilich videografiert", teilte die Polizei mit.

Nachdem die Israel-Demo am vergangenen Mittwoch wegen Gegendemonstrationen drohte, aus dem Ruder zu laufen, stand schon vor Versammlungsbeginn ein großes Polizeiaufgebot am Nischel.

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Gegen 15 Uhr wurde die Versammlung eröffnet, bis 16 Uhr stieg die Teilnehmerzahl auf etwa 200 Personen an. Nach mehreren Redebeiträgen beendete der Versammlungsleiter die Demonstration gegen 17 Uhr.^

Am Sonntagnachmittag versammelten sich Demonstranten vor dem Marx-Monument und forderten Freiheit für Palästina.
Am Sonntagnachmittag versammelten sich Demonstranten vor dem Marx-Monument und forderten Freiheit für Palästina.  © Kristin Schmidt
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Mit Unterstützung der sächsischen Bereitschaftspolizei waren insgesamt 118 Einsatzkräfte beteiligt. Die Demonstration wurde von einer Privatperson angemeldet, ein Gegenprotest war nicht festzustellen, heißt es von der Polizei.

Titelfoto: Kristin Schmidt

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