Früher war es Kreisgericht: Altes Chemnitzer Kontor soll TU werden - bloß wann?

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Chemnitz - Als die Universitätsbibliothek im Jahr 2020 in der Straße der Nationen in Chemnitz eröffnet wurde, war auch von der Sanierung des benachbarten Kontors die Rede, die "demnächst" erfolgen und der TU weitere Räume im Stadtzentrum bescheren sollte.

Seit fünf Jahren steht die Sanierung des Gebäudes (r.) neben der Universitätsbibliothek (l.) im Raum.
Seit fünf Jahren steht die Sanierung des Gebäudes (r.) neben der Universitätsbibliothek (l.) im Raum.  © Ralph Kunz

Dies verkündet seit mehreren Jahren auch ein Banner an der Fassade des Hauses, in dem das Kreisgericht Karl-Marx-Stadt zwischen 1966 und 1990 seinen Sitz hatte.

Sichtbar getan hat sich an dem einstigen Kontor, das zum Ensemble der Alten Aktienspinnerei gehört, seit dessen Umbau zur Uni-Bibliothek nichts. Auf Anfrage gibt das Sächsische Immobilien- und Baumanagement (SIB) Auskunft:

"Im letzten Jahr wurden mehrere bautechnische Voruntersuchungen durchgeführt und mit der Planung für eine Sanierung der Außenhülle begonnen", so Sprecher Alwin-Rainer Zipfl. "Gerade finden im Inneren des Gebäudes umfangreiche Befunduntersuchungen statt."

Chemnitz: Deshalb ist diese Chemnitzer Schwimmhalle heute geschlossen
Chemnitz Lokal Deshalb ist diese Chemnitzer Schwimmhalle heute geschlossen

Das Haus war 1882 als Wohn- und Verwaltungsgebäude errichtet worden und steht unter Denkmalschutz. Was daraus wird und wann, ist weiter ungewiss.

Ein Banner weist seit Jahren auf anstehende Bauarbeiten hin.
Ein Banner weist seit Jahren auf anstehende Bauarbeiten hin.  © Ralph Kunz
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Stadtrat Jürgen Renz (51, SPD) fordert Transparenz.
Stadtrat Jürgen Renz (51, SPD) fordert Transparenz.  © Ralph Kunz

"Termine für eine mögliche bauliche Umsetzung sowie Aussagen zu den Kosten können erst nach Vorlage der Bauunterlage und der haushaltsmäßigen Einordnung benannt werden", heißt es aus dem SIB. "Hinsichtlich der zukünftigen Nutzung gibt es noch keine Entscheidung."

"Angesichts dieser spärlichen Informationen kommen Zweifel auf, ob für dieses Haus ein ernsthaftes Projekt existiert", kritisiert Stadtrat Jürgen Renz (51, SPD). "Hier ist mehr Transparenz gefragt. Was immer der Freistaat damit vorhat, er sollte mal die Karten auf den Tisch legen."

Titelfoto: Bildmontage: Ralph Kunz (2)

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