Mega-Bahn-Projekt in der Innenstadt: So wird Chemnitz in wenigen Jahren aussehen
Chemnitz - Bahn frei für den Chemnitzer Zentrumsring! Der Chemnitzer Stadtrat hat am Mittwoch ein neues Bauvorhaben auf den Weg gebracht.

Damit können die Planungen für die Erweiterung des Gleisnetzes in Chemnitz starten.
Federführend bei diesem Projekt ist der VMS (Verkehrsverbund Mittelsachsen). Es ist der erste Teil des großen Bahn-Projektes Chemnitz-Limbach-Oberfrohna des Chemnitzer Modells Stufe 4.
Und so wird sich die Chemnitzer Innenstadt in den nächsten Jahren verändern:
- Komplettneubau der Gleise in der Hartmannstraße
- Komplettneubau der Gleise von Brückenstraße/Kreuzung Straße der Nationen bis Mühlenstraße, weiter übers Gleisdreieck die komplette Theaterstraße bis Falkeplatz
- Die Gleise liegen überwiegend in der Straßenmitte
- Theaterstraße und Hartmannstraße bekommen Rasengleise
- Vorm Marx-Kopf in der Brückenstraße ist weiterhin Durchgangsverkehr möglich
Mathias Korda, Verantwortlicher beim VMS für das komplette Vorhaben: "Ich bedanke mich für das Vertrauen und die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Stadtrat und der Verwaltung in Chemnitz sowie der CVAG."
Die Visualisierung


Komplettes Bauvorhaben bis nach Limbach-Oberfrohna soll 180 Mio. Euro kosten

Der nächste Schritt wird sein, die Planungen weiter detailliert voranzubringen und dann von den Behörden die notwendige Baugenehmigung zu bekommen (den sogenannten (Planfeststellungsbeschluss).
Wie der Verkehrsverbund Mittelsachsen mitteilt, ist unklar, ob der Bau noch vor dem Kulturhauptstadtjahr startet. Das ist davon abhängig, wann dieser Beschluss erteilt wird.
Parallel dazu werden die weiteren Abschnitte der Strecke im kommenden Jahr geplant.
Die gesamte Strecke soll rund 17 Kilometer lang werden und soll Anfang bis Mitte der 2030er Jahre Chemnitz mit Limbach-Oberfrohna verbinden.
"Wie schnell dies geschieht, hängt letztlich von den Planungen und der Finanzierung ab", heißt es weiter.
Laut Stadt werden die Kosten für die Bau- und Grunderwerbskosten ohne Planung, Gebühren und Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen auf circa 72,4 Mio. Euro geschätzt, das gesamte Bauvorhaben Chemnitz-Limbach-Oberfrohna wird - zu jetzigen Preisen - 180 Millionen Euro kosten.
Titelfoto: Screenshot Visualisierung VMS, Renderwerke