Chemnitz - Das Café "Bober" auf dem Kaßberg gibt es erst seit einem halben Jahr - und hat bereits zwei Anschläge hinter sich. Unbekannte attackierten den Gastro-Laden erneut am Mittwochabend. Der Inhaber gibt sich indes kämpferisch und hat einen Verdacht, wer die Täter sein könnten.
Für den Co-Chef Yegor Podvorchan (21) ist die Sache klar: Der nächtliche Anschlag wurde von osteuropäischen Konkurrenten verübt, die neidisch aufs Geschäft sind.
An dem Tag, als das Café sein neues Menü auf Instagram veröffentlichte, machte das Schaufenster Bekanntschaft mit einem Pflasterstein. "Anschließend war ein Brandsatz auf die beschädigte Verglasung geworfen worden", so die Chemnitzer Polizei.
Doch damit nicht genug. Als der Stein das Glas zwar beschädigte, aber nicht zerstörte, wurde ein Brandsatz gegen das Lokal geworfen. Glück im Unglück: Zu einem Brand innerhalb der Räumlichkeiten kam es nicht.
Die Ordnungshüter prüfen Verbindungen zu einer ähnlichen Tat im vergangenen August. Auch damals wurde das Café von Unbekannten attackiert.
Inhaber gibt sich kämpferisch: "Wir machen weiter"
Nach dem zweiten Anschlag denkt Yegor darüber nach, die Fenster zu vergittern. Von den Vandalen lässt er sich aber nicht einschüchtern, will das Geschäft weiterführen: "Die Leute lieben uns und unsere Produkte", erzählt der Ukrainer auf TAG24-Nachfrage.
Deshalb steht für den Gastronomen fest: "Wir machen weiter."