Nix los im Chemnitzer Hauptbahnhof: Bahn bekommt Leerstand nicht in den Griff

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Chemnitz - Der Leerstand im Chemnitzer Hauptbahnhof bleibt ein Problem. Von elf Gewerbeflächen sind derzeit nur sechs vermietet. Nun hat auch PizzaOne, das erst im Januar eröffnet hatte, den Standort wieder aufgegeben. Bereits im April hatte die Deutsche Bahn (DB) erklärt, mit Mietinteressenten im Gespräch zu sein - bislang jedoch ohne Ergebnis.

Die Haupthalle im Chemnitzer Hauptbahnhof verfügt über eine vergleichsweise geringe Kundenfrequenz.
Die Haupthalle im Chemnitzer Hauptbahnhof verfügt über eine vergleichsweise geringe Kundenfrequenz.  © Kristin Schmidt

Die DB nennt als Gründe unvollständige Bewerbungsunterlagen, fehlende technische Voraussetzungen sowie Anforderungen an Nutzungskonzept, Wirtschaftlichkeit und Zulässigkeit.

Zu den Mietpreisen der 26 bis 70 Quadratmeter großen Flächen macht das Unternehmen keine Angaben: "Mietpreise werden branchenbezogen ermittelt."

Der Fahrgastverband "Pro Bahn" sieht die Ursachen dagegen vor allem in der geringen Zahl an Reisenden. "Die Leerstände im Chemnitzer Hauptbahnhof sind aus unserer Sicht vor allem eine Folge der vergleichsweise geringen Kundenfrequenz in der Haupthalle", sagt Markus Haubold (40).

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Der Bahnhof werde überwiegend vom Regionalverkehr genutzt, langjährige Bauarbeiten und Einschränkungen im Bahnverkehr hätten die schwierige Lage zusätzlich verschärft.

"Langfristig braucht der Hauptbahnhof mehr Aufenthaltsqualität", sagt Markus Haubold (40) von Pro Bahn.
"Langfristig braucht der Hauptbahnhof mehr Aufenthaltsqualität", sagt Markus Haubold (40) von Pro Bahn.  © Kristin Schmidt
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Angebote wie der POINT-Markt zeigen, dass im Chemnitzer Hauptbahnhof weiterhin Bedarf besteht.
Angebote wie der POINT-Markt zeigen, dass im Chemnitzer Hauptbahnhof weiterhin Bedarf besteht.  © Kristin Schmidt

Auch Wiener Feinbäckerei aus Chemnitzer Hauptbahnhof verschwunden

Der Leerstand im Chemnitzer Hauptbahnhof bleibt ein Problem. Auch die Wiener Feinbäckerei wurde geschlossen.
Der Leerstand im Chemnitzer Hauptbahnhof bleibt ein Problem. Auch die Wiener Feinbäckerei wurde geschlossen.  © Kristin Schmidt

Zuletzt verschwand auch die Wiener Feinbäckerei, die als "Snacks-2-Go" betrieben wurde. Warum einzelne Geschäfte schließen, lasse sich nicht pauschal beurteilen.

"Neben unternehmerischen Entscheidungen spielen Sortiment, Preisgestaltung, Standort im Bahnhof und Konkurrenzsituation eine Rolle", so Haubold.

"Mit jeder Schließung von Geschäften schwindet auch die Attraktivität und Kundenfrequenz - der Effekt verstärkt sich also zunehmend."

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Nach Einschätzung von "Pro Bahn" braucht der Hauptbahnhof langfristig vor allem mehr Reisende, damit sich die Gewerbeflächen dauerhaft tragen.

Gleichzeitig fehle es an "Geschäften, denen es gelingt, die nötige Strahlkraft nach außen in den Stadtraum zu entwickeln".

Titelfoto: Bildmontage: Kristin Schmidt (2)

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