Versiegelte Städte: Chemnitz ist die grüne Oase von Sachsen

Chemnitz - Wir haben uns gerade erst von der letzten Hitzewelle mit Temperaturen um die 40 Grad erholt, da steht am Wochenende schon das nächste heiße Wochenende an. Wohl dem, der da nicht in einer Betonwüste wohnt, sondern in einer Stadt mit vielen Grünflächen. Eine aktuelle Statistik bringt da für Chemnitz Überraschendes zutage.

So viel Grün: In Chemnitz sind nur 39 Prozent der Stadtfläche versiegelt.  © Uwe Meinhold

Laut Funk, dem Content-Netzwerk von ARD und ZDF, liegt Chemnitz mit 39 Prozent auf Platz 6 der am wenigsten versiegelten Städte in Deutschland und ist damit die grünste Oase in Sachsen.

Negativer Spitzenreiter ist Ludwigshafen am Rhein, wo 67 Prozent der Stadtfläche versiegelt sind. Am besten sieht es dagegen in Suhl aus mit nur 30 Prozent Versiegelung.

Das Ranking basiert auf Ergebnissen einer Studie der VdS Schadenverhütung im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Dabei wurde der mittlere Versiegelungsgrad in Siedlungsgebieten von 134 deutschen Städten errechnet. Dafür wurden Siedlungsgebiete der Bundesländer, der Stadtstaaten und der jeweils zehn einwohnerstärksten Städte je Bundesland untersucht.

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Als versiegelt gilt ein Boden, wenn er bebaut, betoniert, asphaltiert, gepflastert oder anderweitig befestigt ist. In Deutschland trifft das auf etwa 45 Prozent der Siedlungs- und Verkehrsflächen zu.

Doch warum sind versiegelte Flächen so schlecht für das Klima? "Ist ein Boden einmal versiegelt, lässt sich das nur schwer und unter hohen Kosten wieder rückgängig machen: Denn auch nach einer sogenannten Entsiegelung ist der Boden nie wieder so fruchtbar, wie er vorher war. Unter anderem, weil Reste von Beton-, Asphalt oder Schadstoffen im Boden zurückbleiben können", heißt es in der Erklärung zu der Statistik.

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Nächste Hitzewelle kommt

Versiegelte Flächen haben eine direkte Auswirkung auf das Klima in Städten: Zum einen wird die Hitze gespeichert und nur langsam wieder abgegeben und da das Regenwasser nicht versickern kann, ist das Überschwemmungsrisikio sehr hoch.

Städte mit viel Grün haben dagegen den Vorteil, dass es durch Schatten und Verdunstung um einiges kühler ist. Außerdem kann Wasser aus dem Boden verdunsten und so zusätzlich die Luft kühlen. Damit lässt sich auch eine Hitzewelle etwas besser ertragen.

Apropos Hitzewelle: Am Wochenende werden Temperaturen bis 31 Grad erwartet. Die Nächte werden dagegen knackig frisch mit 11 bis 15 Grad.

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