Nach Bomben-Vorschlag an Putin: Restaurant-Betreiberin aus Sachsen entschuldigt sich

Dresden/Mittweida - Während der Ukraine-Demo am Montagabend in Dresden veröffentlichte eine junge Frau ein Video mit dem Aufruf an Putin, auch Dresden zu bombardieren. Die Spur der Urheberin führte die Polizisten nach Mittelsachsen.

Montagabend fand eine Pro-Ukraine-Demonstration in Dresden mit zahlreichen Teilnehmern statt.
Montagabend fand eine Pro-Ukraine-Demonstration in Dresden mit zahlreichen Teilnehmern statt.  © Eric Hofmann

In einem Clip auf ihrem TikTok-Account richtete die Frau deutliche Worte auf russisch an Wladimir Putin (70) und fordert ihn auf: "Hier bei uns in Dresden kann man (Anm. d. Red.: gemeint sind im Kontext wohl Bomben oder Raketen) einmal richtig einschlagen."

Mittlerweile ist das TikTok-Profil der Russin gesperrt. Die Polizei Sachsen konnte das Video sichern und prüft aktuell, in welche Richtungen ermittelt wird.

Wie nun bekannt wurde, handelt es sich bei der jungen Frau um Alena D. (30) aus Mittelsachsen, die seit 20 Jahren in Mittweida lebt und dort mit ihrer Mutter ein russisches Restaurants betreibt.

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Gegenüber dem Tagesspiegel entschuldigte sich die 30-Jährige am Dienstag für ihre Worte. Nach "permanenten Beleidigungen und Bedrohungen" seien die Emotionen mit der Russlanddeutschen durchgegangen. Sie realisiere, dass es falsch war und möchte natürlich nicht, dass Dresden bombardiert werde.

Die Frau aus dem Video lebt in Dresden und betreibt ein russisches Restaurant in Mittweida. (Archivbild)
Die Frau aus dem Video lebt in Dresden und betreibt ein russisches Restaurant in Mittweida. (Archivbild)  © Uwe Meinhold
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Das Video der Russin auf der Ukraine-Demo

Ukraine-Demo auch in Chemnitz

Ukraine-Demo am Dienstagabend in Chemnitz.
Ukraine-Demo am Dienstagabend in Chemnitz.  © Bernd Rippert

Am Dienstagabend trafen sich auch in Chemnitz zahlreiche Menschen, um ihre Solidarität gegenüber der Ukraine zum Ausdruck zu bringen.

Die Kundgebung gegen den Krieg mit etwa 300 Ukrainern auf dem Markt verlief ersten Informationen zufolge friedlich.

Die Teilnehmer sangen unter anderem die ukrainische Nationalhymne und präsentierten Schilder mit Aufschriften wie "Stop Russian Terrorism", "I stand with Ukraine" und "Stoppt Putin, stoppt den Krieg".

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Auch Ruth Roscher, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Chemnitz, war vor Ort. "Ich möchte meine Solidarität gegenüber der Ukraine bezeugen", erklärte sie gegenüber TAG24.

Titelfoto: Eric Hofmann/Uwe Meinhold

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