Eltern kritisieren Klassen-Schließungen in Chemnitz

❤️
😂
😱
🔥
😥
👏

Chemnitz - Nach den Schließungsplänen für Kindergärten in Chemnitz rücken auch Grundschulen der Stadt auf den Prüfstand. So sieht der Kreiselternrat Chemnitz aktuell einen alarmierenden Trend zur Kostenoptimierung bei der Auslastung der Grundschulen.

Die Grundschule Borna darf im neuen Schuljahr nur noch eine erste Klasse aufnehmen.
Die Grundschule Borna darf im neuen Schuljahr nur noch eine erste Klasse aufnehmen.  © Petra Hornig

"Wir stellen mit wachsender Sorge fest, dass Grundschulen weniger Klassen bilden dürfen als bisher" so Thomas Brewig (58), Vorsitzender des Kreiselternrates.

"Wo problemlos zwei Klassen möglich wären, wird nur eine mit der Klassenstärke von 28 Kindern genehmigt, die anderen Kinder werden an andere Schulstandorte umgelenkt."

So stemmt sich aktuell der Elternrat in Borna dagegen, dass die Grundschule künftig offenbar nur noch einzügig weitergeführt werden soll.

Chemnitz: Bitter für die Stadtkasse: Chemnitz nimmt weniger durch Blitzer ein
Chemnitz Bitter für die Stadtkasse: Chemnitz nimmt weniger durch Blitzer ein

"Die geplante Ablehnung und Verteilung von ca. elf angemeldeten Schulanfängern auf andere Schulen würde bestehende soziale Bindungen und gewachsene Kita-Gruppen auseinanderreißen", kritisiert eine Petition, adressiert an das Landesamt für Schule und Bildung.

Thomas Brewig (58), Vorsitzender des Kreiselternrates, kritisiert die Klassenbildung für Schulanfänger.
Thomas Brewig (58), Vorsitzender des Kreiselternrates, kritisiert die Klassenbildung für Schulanfänger.  © Kristin Schmidt
Deine täglichen News aus Chemnitz

Jeden Morgen die wichtigsten Nachrichten direkt in dein Postfach.

  • Lokale Nachrichten aus Chemnitz & Umgebung
  • Exklusive Hintergrundberichte
  • Jederzeit abbestellbar
Deine Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuche es erneut.
Deine Anmeldung war erfolgreich. Bitte bestätige die E-Mail, die wir dir gesendet haben.
Mit deiner Anmeldung stimmst du unseren Datenschutzbestimmungen zu.

Schließungen befürchtet

Thomas Brewig fürchtet neben der "Zementierung pädagogisch inakzeptabler Bedingungen", dass die Verfahrensweise "mittelfristig die Schließung von Schulstandorten vorbereitet". Dabei seien Schulen, die nur noch einzügig betrieben werden, als erste von Schließungsplänen bedroht.

Schon jetzt wägt die Stadt als Eigentümerin der Gebäude genau ab, an welchen Standorten Investitionen noch sinnvoll sind. So wurden konkrete Sanierungspläne für die als Auslagerungsstandort vorgehaltene alte "Schule Borna", die am Mittwoch im Stadtrat beschlossen werden sollten, vorerst verworfen.

Titelfoto: Bildmontage: Petra Hornig, Kristin Schmidt

Mehr zum Thema Chemnitz: