Vom Krankenhaus in den Knast: Biker flüchtet nach Unfall in Chemnitz
Chemnitz - Unter Drogen, keine Fahrerlaubnis und dann ein Unfall: Für einen Motorradfahrer (42) sah es am Samstag in Chemnitz gar nicht gut aus, da haute er einfach ab.
Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, war gegen 19.45 Uhr eine Transporterfahrerin (29) mit ihrem Ford auf einem Zufahrtsweg unterwegs und wollte die Straße Usti nad Labem queren. Dabei übersah die Italienerin offenbar Das Suzuki-Motorrad des 42-Jährigen und es kam zum Zusammenstoß. Bei dem Unfall entstand ein Schaden von rund 5000 Euro.
Der Biker haute nach dem Crash von der Unfallstelle ab. Er flüchtete durch eine Kleingartenanlage in Richtung Südring. Dort erwischte ihn die Polizei. Der Deutsche war verletzt und die Beamten mussten erste Hilfe leisten, bis der Rettungsdienst eintraf. der 42-Jährige kam ins Krankenhaus, wo er stationär aufgenommen wurde.
Die Polizisten stellten auch schnell fest, warum der Deutsche Flüchtete: Nach einem ersten Test, stand der unter Einfluss von Betäubungsmitteln, offenbar Cannabis und Methamphetamine. Er hatte auch geringe Mengen Crystal dabei und besitzt aktuell keinen Führerschein.
Doch damit ist die Liste der Vergehen noch nicht am Ende: "Weiterhin konnte ermittelt werden, dass das Kennzeichen nicht an die Suzuki gehört und ohne Gültigkeit war", wie eine Polizeisprecherin verriet.
Die Beamten stellten die Drogen und das Motorrad, das nicht versichert war, sicher.
Biker muss in Knast
Für den Biker geht es nach dem Krankenhausaufenthalt direkt in den Knast, denn gegen ihn liegt auch noch ein offener Haftbefehl vor.
Die Transporterfahrerin muss sich nun wegen fahrlässiger Körperverletzung in Verbindung mit einem Unfall verantworten.
Gegen den Biker wird dagegen wegen eines halben Dutzends anderer Vergehen ermittelt, unter anderem Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz, Kennzeichenmissbrauch und Fahren ohne Fahrerlaubnis.
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