Chemnitz - Kaum ein Thema wurde im vergangenen Jahr in Chemnitz so heiß diskutiert wie die Zukunft der Klosterweihnacht: Eine Petition sammelte Tausende Unterschriften, im Stadtrat wurde heftig über den Erhalt debattiert. Kurz vor Heiligabend kam die Wende: Der Mittelaltermarkt bleibt, zieht allerdings auf den Jakobikirchplatz. Doch was passiert nun mit der Inneren Klosterstraße?
Wie die Stadt auf TAG24-Anfrage mitteilt, wurde die Fläche für die Jahre 2026 bis 2030 neu vergeben. Den Zuschlag erhielt der einzige Bewerber: die SEG Unternehmensgruppe von Geschäftsführer André Gruhle (52), der bereits das "Erzgebirgsdorf" auf dem Düsseldorfer Platz betreibt.
Künftig soll wenige Meter weiter der "Weihnachtliche Lichterglanz in der Inneren Klosterstraße" stattfinden.
Für den Mittelaltermarkt bedeutet der Umzug weniger Platz: Statt rund 1400 Quadratmetern stehen künftig auf dem Jakobikirchplatz und einem Teil der Klosterstraße nur noch etwa 985 Quadratmeter zur Verfügung.
Auch der übrige Weihnachtsmarkt schrumpft leicht: Weil ohne den Jakobikirchplatz dafür nur noch Markt, Neumarkt und Rosenhof zur Verfügung stehen, wurden 140 statt bisher 145 Standplätze ausgeschrieben. Interessenten gibt es trotzdem viele: Insgesamt gingen laut Stadt 174 fristgerechte Bewerbungen ein.
Grund für die Neuordnung der Weihnachtsmarkt-Ausschreibungen war das Auslaufen der bisherigen Vergabeverträge. Die Flächen wurden neu aufgeteilt, um "das gesteigerte Interesse der ortsansässigen Gastronomiebranche zu berücksichtigen und den Besuchern ein noch umfangreicheres Erlebnis zu bieten", hatte die Stadt die Entscheidung im vergangenen Jahr begründet.