2024 das letzte Mal gesehen: Was geschah wirklich mit Corina (43) aus Dresden?

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Dresden - Was geschah mit Corina Niemand (43)? Am Morgen des 23. März 2024 wurde die Hydrologin das letzte Mal in ihrer Wohnung im Stadtteil Dölzschen gesehen. Durch einen grausigen Fund zu Ostern verdichtet sich nun der Verdacht, dass die Dresdnerin nicht mehr lebt.

Die Dresdnerin Corina Niemand (43) ist 2024 verschwunden - und nie wieder aufgetaucht.
Die Dresdnerin Corina Niemand (43) ist 2024 verschwunden - und nie wieder aufgetaucht.  © Polizei Dresden

Als Corina an jenem Sonntagmorgen verschwand, setzte die Polizei alles daran, sie wiederzufinden, denn man rechnete aufgrund einer Erkrankung mit einer lebensbedrohlichen Situation. Doch weder Fährtenhund noch Hubschrauber konnten sie finden.

Auch heute wissen die Ermittler nicht, was mit ihr geschehen ist - schlossen aber einige Wochen, nachdem ihr Freund sie als vermisst gemeldet hatte, auch ein Verbrechen nicht aus.

So befragte die Kripo damals ihre Kollegen eines Ingenieurbüros in der Nähe des Großen Gartens. Aber auch dort gab es keine Hinweise auf die Frau. Hatte sie sich vielleicht ein neues Leben im Ausland aufgebaut?

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"Mögliche Hinwendungsorte wurden durch die Polizei geprüft", bestätigt Polizeisprecher Thomas Geithner (53). "Dabei erstreckten sich die Ermittlungen bis nach Spanien und Hawaii, wo die Vermisste während ihres Studiums zeitweise lebte." Doch auch hier keine Spur.

Das blieb so bis Ostern dieses Jahres. Da tauchte plötzlich ein Knochen auf einem Grundstück an der Tharandter Straße, direkt unterhalb der Begerburg auf. Nur 500 Meter Luftlinie zu Corinas Adresse.

Corina Niemand lebt wahrscheinlich nicht mehr

Nach der Hydrologin wurde auch per Polizeihubschrauber gesucht.
Nach der Hydrologin wurde auch per Polizeihubschrauber gesucht.  © Eric Münch

"Ich habe ihn im Zuge von Ostervorbereitungen gefunden", sagt der Grundstücksbesitzer TAG24. Er habe dort Eier verstecken wollen. "Ich habe den Knochen einem befreundeten Arzt gezeigt. Als er mir bestätigt hat, dass es ein menschlicher Knochen ist, habe ich die Polizei gerufen."

In der Gerichtsmedizin stellte sich heraus, dass er zu Corina Niemand gehört. Welcher Art der Knochen war, will die Polizei nicht verraten, da es sich dabei um Täterwissen handeln könnte. "Allerdings weist er keine Beschädigungen auf", so Geithner.

Da nur in Sachsen das Spezialeinsatzkommando (SEK) klettern darf, rückte die Einheit an die Felswand aus, fand aber weder im Felsen noch im Umfeld Kleidung oder weitere Knochen der Vermissten.

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Doch davon, dass Corina Niemand noch lebt, geht mittlerweile kein Ermittler mehr aus. Es wird allerdings in Betracht gezogen, dass ein Tier den Knochen vom eigentlichen Ort der Leiche weggetragen haben könnte. Belegt ist mittlerweile, dass die Vermisste öfter in der Gegend um die Burg und den Plauenschen Grund spazieren war. Ob ein Unglück geschah, sie auf einen Verbrecher stieß oder es doch Suizid war, ist komplett unklar. Hinweistelefon: 0351/483 22 33.

Titelfoto: Bildmontage: Polizei Dresden//Eric Münch

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