Dresden - Schon wieder ein ungewöhnlicher Vorfall am Dresdner Hauptbahnhof! Am Montagabend hat ein Unbekannter eine junge Familie verfolgt und bedrängt. Beamte der Bundespolizei konnten den Deutschen stellen.
Nach Angaben der Eltern (23 und 25) habe der Mann die venezolanische Familie gegen 19.15 Uhr von der Prager Straße über den Wiener Platz bis in den Hauptbahnhof hinein beobachtet und verfolgt.
Der Fremde sei ihnen dabei sogar in Einkaufsläden gefolgt und habe dem sechsjährigen Sohn ohne Zustimmung der Eltern durchs Haar gestrichen.
Die dreiköpfige Familie fühlte sich so bedrängt, dass sie vor dem Unbekannten flüchtete und die Polizei informierte. Die Bundespolizisten konnten den Tatverdächtigen kurz darauf in einem Einkaufsmarkt im Hauptbahnhof stellen.
Der 50-Jährige bestritt den Vorwurf der Nötigung, lieferte den Beamten allerdings eine fragwürdige Erklärung für sein Handeln.
Demnach sei es "in seinem Kulturkreis so üblich, kleinen Kindern durch die Haare zu streicheln", schrieb die Polizei in einer Mitteilung.
Polizisten schon Sonntagnacht am Hauptbahnhof Dresden gefordert
Nachdem die Personalien aller Beteiligten aufgenommen wurden, seien diese vor Ort entlassen worden. Weitere Ermittlungen übernehme zuständigkeitshalber die Landespolizei Sachsen, hieß es.
Erst in der Nacht auf Sonntag hatte ein 34-Jähriger die Bundespolizei im Dresdner Hauptbahnhof auf Trab gehalten. Der betrunkene Inder beleidigte mehrere Passanten und wurde später sogar gegenüber einer Frau handgreiflich.