Party-Randale in der Neustadt: Polizei steckt 18-Jährigen in den Jugendknast

Dresden - Die Polizei hat am Dienstag bei einem Präsenzeinsatz im Bereich der Prager Straße sechs mutmaßliche Drogenhändler gestellt. Zudem ging den Beamten ein Verdächtiger ins Netz, der am vergangenen Samstag an Party-Randalen in der Neustadt beteiligt war.

Die Polizei war wieder verstärkt im Bereich der Prager Straße im Einsatz. (Archivfoto)
Die Polizei war wieder verstärkt im Bereich der Prager Straße im Einsatz. (Archivfoto)  © Steffen Füssel

Die Beamten kontrollierten von 14 bis 22 Uhr insgesamt 57 Menschen und sprachen zwölf von ihnen einen Platzverweis aus.

Gegen sechs Männer im Alter von 18 bis 49 Jahren wird wegen Drogenhandels ermittelt. Zu den Verdächtigen zählen zwei Syrer (18 und 20), ein Deutscher (49), ein Iraner (23) und zwei Afghanen (24 und 29).

Fünf von ihnen wurden dabei beobachtet, wie sie Betäubungsmittel gegen Geld abgaben. Der 24-jährige Afghane hatte sogar Cannabis in einem Pflanzkübel aufbewahrt – offenbar für einen späteren Verkauf.

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Bei dem 18 Jahre alten Syrer klickten sofort die Handschellen, weil gegen ihn bereits ein Haftbefehl vorlag. Ihm werden unter anderem vergangene Raubstraftaten und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz vorgeworfen.

Zudem war der junge Mann vergangenen Samstagmorgen in eine Auseinandersetzung vor einer Wohnung an der Tannenstraße (Äußere Neustadt) involviert gewesen. Dort hatten etwa 20 Personen bei einer wilden Hausparty gefeiert.

Bei dem Streit waren Wohnmöbel sowie ein vor der Wohnung geparkter BMW beschädigt worden. Drei Personen erlitten Verletzungen.

Wie die Polizei gegenüber TAG24 mitteilte, habe der schutz- und asylberechtigte 18-Jährige offenbar das Auto demoliert. Er sei bereits auf dem Weg in den Jugendknast in Regis-Breitingen (Landkreis Leipzig).

38 Beamte im Einsatz in der Dresdner Innenstadt

Der Wiener Platz gilt besonders als Knotenpunkt für Drogendealer. (Archivfoto)
Der Wiener Platz gilt besonders als Knotenpunkt für Drogendealer. (Archivfoto)  © Thomas Türpe

Außerdem stellten die Beamten am Dienstag noch einen Libyer, der mehrere Pillen Pregabalin einstecken hatte.

Da der 17-Jährige nicht erklären konnte, wie er in Besitz des verschreibungspflichtigen Medikaments gekommen war, bekam er eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz.

Die Präsenz- und Ermittlungsgruppe Innenstadt wurde bei ihrem Einsatz von Beamten der Bereitschaftspolizei unterstützt.

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Insgesamt waren bei dem achtstündigen Einsatz 38 Beamte anwesend.

Titelfoto: Steffen Füssel

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