Nach Raub im Grünen Gewölbe: Millionen-Coup im Dresdner Zwinger geplant?

Dresden - Nach dem spektakulären Juwelenraub des Remmo-Clans im Jahr 2019 im Grünen Gewölbe haben offenbar erneut Kriminelle Dresdens Kulturschätze ins Visier genommen.

Offenbar haben Kriminelle die Porzellansammlung des sächsischen Kurfürsten August des Starken im Dresdner Zwinger ins Visier genommen.  © Robert Michael/dpa

Wie die BILD-Zeitung berichtet, soll es eine Diebesbande auf die weltberühmte Porzellansammlung des sächsischen Kurfürsten August des Starken (1670–1733) abgesehen haben.

Die Generalstaatsanwaltschaft Sachsen bestätigte auf Anfrage von TAG24, dass Ermittlungen laufen, nannte jedoch bisher keine Einzelheiten. "Es gibt die Soko", sagt Oberstaatsanwalt Raymond Becker (44). "Die Ermittlungen dauern an."

Am 21. Januar 2026 hatte ein Cyberangriff auf die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) das Museumsnetzwerk lahmgelegt. Ob ein Zusammenhang mit dem geplanten Raub besteht, ist bislang nicht bekannt.

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Laut der Boulevardzeitung gingen zu diesem Zeitpunkt offenbar zeitgleich Hinweise von ausländischen Sicherheitsbehörden ein.

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Rund um den Dresdner Zwinger ist die Überwachung deutlich erhöht

Rund um den Zwinger patrouillieren Sicherheitskräfte.  © xcitepress/Lucas Friedenhain

Demnach hätten die Kriminellen insbesondere die chinesische Drachenvase und die Rau-Schale ins Visier genommen. Den Berichten zufolge wurden die bedrohten Schmuckstücke vorsorglich aus der Sammlung entfernt und in Sicherheit gebracht.

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden haben auf Anfrage von TAG24 den Cyberangriff bestätigt, konnten jedoch aufgrund laufender Ermittlungen keine weiteren Auskünfte geben. Gleichzeitig betonten sie: "Unabhängig davon gilt unsere uneingeschränkte Aufmerksamkeit der Sicherheit unserer Sammlungen. Diese wird in enger Zusammenarbeit mit unserem Sicherheitsunternehmen gewährleistet."

"Die Sicherheit unserer Besucherinnen und Besucher in den Einrichtungen der SKD sowie der uns anvertrauten Kunstschätze ist umfassend gewahrt", hieß es weiter.

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Details des Sicherheitskonzepts wurden aus Sicherheitsgründen nicht bekannt gegeben. Die Präsenz von Sicherheitskräften und Polizei in und um die Anlage ist jedoch seitdem deutlich spürbar. Landeskriminalamt und Polizei machten hierzu keine Angaben.

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