Tourismus-Branche glaubt, es geht schon wieder los: So viel Kohle spült die Kaisermania in Dresdens Kassen
Dresden - Schlagerstar Roland Kaiser (74) wird im Zuge der diesjährigen "KAISERMANIA" nicht nur seine Fans mit Hits wie "Santa Maria" oder "Warum hast du nicht nein gesagt" wieder Mal zum Ausrasten bringen, sondern gleichzeitig auch wieder eine Menge Kohle in die Kassen der Dresdner Tourismus-Branche spülen.
Der Tourismusverband Dresden (TVDD) schrieb der KAISERMANIA in einer Mitteilung am Freitag deshalb eine erhebliche wirtschaftliche Bedeutung zu.
Unter Berufung auf eine Studie der Dresden Marketing GmbH zeigte der TVDD auf, wie Kaiser-Fans in Elbflorenz die Kassen klingeln lassen: "Laut der Studie generierten die Gäste der KAISERMANIA beispielsweise im Jahr 2023 einen Umsatz von 21,5 Millionen Euro in der Stadt, davon 16 Millionen Euro touristischen Umsatz."
Die Chancen stehen gut, dass ähnliche Summen auch beim diesjährigen Großevent zustande kommen. Das Hotelgewerbe spüre den Andrang bereits wenige Wochen vor Start der KAISERMANIA, immerhin werden 50.000 Besucher erwartet.
"Das erste Wochenende ist de facto fast ausgebucht und auch für das zweite Konzertwochenende sieht es gut aus. Hier liegen die Rückmeldungen aus der Branche derzeit bei rund 85 Prozent Auslastung. Das ist ein sehr gutes Signal, zugleich gibt es noch Kapazitäten", sagte der stellvertretende TVDD-Vorsitzende Martin Raich.
Raich ist zugleich General Manager des Hilton-Hotels in Dresden.
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Hotels, Stadtrundfahrt und Co.: Kaiser-Fans bringen Geldsegen mit
Laut der zitierten Studie sind 57 Prozent aller KAISERMANIA-Besucher Touristen, darunter etwas mehr Tagesgäste (37 Prozent) als Übernachtungsgäste (25 Prozent). Letztere nächtigen dabei im Schnitt für zwei Tage in den Dresdner Hotels.
Auch bei der Stadtrundfahrt Dresden GmbH stellt man sich im Zeitraum der KAISERMANIA (31. Juli bis 8. August) auf pickepackevolle Busse ein.
"Viele Gäste verbinden den Konzertabend mit einem Kurzurlaub und verbringen das gesamte Wochenende in Dresden. Das spüren wir bei unseren Buchungszahlen für die Stadtrundfahrten direkt und auch die Rückmeldungen aus der Gastronomie und aus dem Einzelhandel bestätigen das mehr als deutlich", so Geschäftsführerin Diana Maatz.
Maatz betonte, dass ein Konzertbesuch weit mehr sei als ein Abend am Elbufer. An dem Event hingen unter anderem noch Hotelübernachtungen, Restaurantbesuche, Einkäufe und Fahrten mit den Öffis. Eine Menge Geld eben.
Vor diesem Hintergrund sprach sich der TVDD dafür aus, solche Mega-Events wie die KAISERMANIA gezielt zu fördern: "Für Veranstaltungen und Großkonzerte, die zusätzliche Wertschöpfung und Steuermehreinnahmen schaffen, braucht Dresden eine klare Kultur des Ermöglichens", forderte Hilton-Manager Raich.
Titelfoto: Bildmontage: Steffen Füssel, Sebastian Kahnert/dpa

