Dresden - Rund anderthalb Jahre nach dem Einsturz der Carolabrücke hat die Stadt Dresden am Dienstagnachmittag vier Entwürfe vorgestellt, wie der künftige Neubau aussehen könnte.
Damit die wichtige Elbquerung möglichst schnell wiederaufgebaut werden kann und dazu noch schön anzuschauen ist, habe man gleich vier Planungsbüros parallel beauftragt, wie OB Dirk Hilbert (54, FDP) erklärt.
"Nun gilt es die beste Lösung für diese neuralgische Stelle in der Altstadt zu finden", so der OB. Öffentlich präsentiert werden die Entwürfe am 13. Juni im Stadtforum.
Das Planungsbüro FHECOR Deutschland GmbH und TSSB Planungsgesellschaft setzt bei seinem Entwurf auf eine moderne Neuinterpretation der historischen Carolabrücke und verbindet klassische Bögen mit moderner Ingenieurskunst.
Die Brücke soll sich elegant in die Dresdner Elbbrücken und die Stadtsilhouette einfügen. Gleichzeitig soll die offene und transparente Bauweise eine freie Sicht auf die Altstadt und entlang der Elbe ermöglichen.
Der Entwurf der Ingenieurbüro GRASSL GmbH orientiert sich an der historischen Bogenform der ersten Carolabrücke. Durch eine offene und transparente Bauweise sollen Blickachsen auf Altstadt, Elbe und Umgebung erhalten bleiben. Zusätzliche Stadtbalkone mit Aussichtspunkten sollen die Brücke zudem zu einem öffentlichen Aufenthaltsort machen.
Entwurf der Ingenieurbüro GRASSL GmbH
Entwurf der Schüßler-Plan Ingenieurgesellschaft mbH und DKFS
Planungsbüros setzen auf Zusammenspiel von historischen und modernen Elementen
Die Schüßler-Plan Ingenieurgesellschaft mbH und DKFS plant die neue Carolabrücke als "eleganten Teil der Dresdner Brückenfamilie" und zugleich als öffentlichen Stadtraum: Die Carola-Promenade und der Elbbalkon sollen neue Aufenthaltsorte mit Blick auf Altstadt und Elbe werden. Dabei verbindet die flache und zurückhaltende Bauweise moderne Technik mit klassischen Elementen.
Im vierten Entwurf von Leonhardt, Andrä und Partner Beratende Ingenieure VBI AG und Knight Architects kehren die schlanken Bögen der ersten Carolabrücke zurück. Der Nachfolgebau soll jedoch offener und transparenter als das Original werden.
Zusätzlich ist ein Promenadenweg geplant, der zum Spazieren einlädt sowie Altstadt und Neustadt direkt miteinander verbindet.
Nachdem die vier Planungsbüros ihre Entwürfe eingereicht haben, werden die Fachämter diese in einem nächsten Schritt prüfen. Ein Fachexperten-Gremium wird zudem am 5. Juni Hinweise und Empfehlungen zu den jeweiligen Entwürfen abgeben.