Superblitzer angezündet: "Daten sind von dem Vorfall nicht betroffen"
Dresden - Mitten in der Nacht loderten plötzlich Flammen am jüngsten Mitglied unter den Tempojägern Dresdens. Passanten und Polizei eilten herbei, um den Brand am grünen Superblitzer zu löschen.
Auf der Meißner Landstraße ist in der Nacht zu Sonntag der mobile Blitzeranhänger Ziel einer mutmaßlichen Brandstiftung geworden.
Zwischen 22.50 Uhr und 23.40 Uhr hatten nach Angaben der Polizei Passanten Flammen an dem am Straßenrand abgestellten Gerät bemerkt und die Einsatzkräfte alarmiert.
Nach TAG24-Infos gelang es Zeugen gemeinsam mit der Polizei noch vorm Eintreffen der Feuerwehr, den Brand auf der Blitzer-Oberfläche zu löschen. Anschließend kontrollierte die Berufsfeuerwehr der Wache Übigau, ob sich das Feuer ins Innere des Anhängers ausgebreitet hatte.
Die erste Bilanz dürfte Temposünder allerdings enttäuschen: Nach bisherigen Erkenntnissen haben sich die Schäden offenbar auf die äußere Hülle des Geräts beschränkt. Ins Innere des Geräts hatten sich die Flammen nicht ausbreiten können.
Der äußere Schaden konnte noch nicht beziffert werden.
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Funktioniert der Superblitzer noch?
"Der Blitzer ist besonders gegen solche Angriffe geschützt. Da lediglich die Außenhülle beschädigt wurde und das Gerät selbst nicht, ist er weiterhin funktionstüchtig", erklärte Polizeisprecher Marko Laske auf TAG24-Anfrage.
Die Höhe des Sachschadens werde derzeit noch ermittelt. "Bisher sind keine Reparaturkosten durch Sachbeschädigungen entstanden.
Entstehende Reparaturkosten werden von dem Vermieter getragen", heißt es aus dem zuständigen Fachamt der Stadt Dresden.
Der betroffene Enforcement Trailer blitzt also trotz Brandattacke fleißig weiter, wie Stadtsprecher Alexander Buchmann (39) erklärte. Durch die Flammen wurden laut Buchmann auch keine gespeicherten Blitzerfotos gelöscht: "Die Daten sind von dem Vorfall nicht betroffen."
Der Superblitzer auf der Meißner Landstraße gilt wegen seiner unauffälligen Platzierung im Straßenbild als effektiver Tempo-Kontrolleur. Dabei dürfte der Gewinn für die Stadt immens sein: Nach einem internen Papier geht die Stadt von monatlichen Bußgeldern von mindestens 100.000 Euro aus.
Die Schätzung dürfte bislang aufgehen: "Bisher wurden rund 8500 Geschwindigkeitsverstöße erfasst", so Buchmann für die Zeit seit dem 16. Mai. "Der Stadt Dresden sind bisher 5468 Euro an Mietkosten entstanden."
Die Polizei hat Ermittlungen wegen versuchter Brandstiftung aufgenommen und prüft nun, wer hinter der Attacke steckt.
Erstmeldung vom 8. Juni, 6.42 Uhr. Zuletzt aktualisiert um 15.35 Uhr.
Titelfoto: Bildmontage: Roland Halkasch

