Countdown für den SemperOpernball: Hinter den Kulissen geht's heiß her!

Dresden - Die Dresdner Semperoper gleicht seit Tagen einem Ameisenhaufen. Seit Montag laufen hier die Vorbereitungen für den 16. SemperOpernball, der am Freitag mit rund 2500 Gästen gefeiert wird. Es ist nach vier Jahren Pause ein Comeback mit vielen Neuerungen.

Freitagnacht werden vor und in der Semperoper Tausende Menschen feiern.
Freitagnacht werden vor und in der Semperoper Tausende Menschen feiern.  © Robert Michael/dpa

Erstmals liegt der Ball in den Händen des Hamburger Unternehmens Riverside Entertainment. "Wir sind auf Großevents spezialisiert, produzieren unter anderem die Verleihung des Deutschen Filmpreises", so die beiden Geschäftsführer Peter Schönrock (55) und Stephan Neumann (45). "Ein Opernball ist aber auch für uns eine Premiere, auf die wir uns riesig freuen."

Das haben sie mit Jonathan Darlington (68) gemeinsam. Der Dirigent der Staatskapelle steht erstmals bei einem Ball am Pult. "Da bin ich quasi Jungfrau", scherzt der Mann mit Richard-Gere-Charme.

Routine dagegen hat Jan Seeger (57), der Technische Direktor der Oper. Er baut zum 16. Mal das Haus für den Ball um. "Da die Dekoration vier Jahre ungenutzt im Lager stand, mussten wir einiges ersetzen, unter anderem 1,7 Kilometer roten Teppich."

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Außer den 165 technischen Beschäftigten der Oper packten noch rund 300 weitere Helfer in allen Gewerken mit an. Sie installierten beispielsweise 500 zusätzliche Scheinwerfer, 200 Lautsprecher, sechs Videobeamer.

Riverside-Chefs Stephan Neumann (45, l.) und Peter Schönrock (55).
Riverside-Chefs Stephan Neumann (45, l.) und Peter Schönrock (55).  © Holm Helis
Dirigent Jonathan Darlington (68) sieht ein bisschen aus wie Schauspiel-Legende Richard Gere (74).
Dirigent Jonathan Darlington (68) sieht ein bisschen aus wie Schauspiel-Legende Richard Gere (74).  © Holm Helis

Diese Neuerungen warten auf die Gäste des 16. SemperOpernballs

Die Schauspieler Stephanie Stumph (39) und Tom Wlaschiha (50) bereiten sich auf ihre Moderation vor.
Die Schauspieler Stephanie Stumph (39) und Tom Wlaschiha (50) bereiten sich auf ihre Moderation vor.  © Holm Helis

"Die Herausforderung ist der schnelle Abbau nach dem Ball, denn schon am Samstag wird geprobt und am Sonntagabend steht eine Vorstellung auf dem Programm", so Seeger. Donnerstag früh um 3 Uhr startet der Rückbau - zuerst wird das Gastro-Equipment aus dem Haus bugsiert.

Neu beim Ball: Schon ab 19 Uhr kann im Spiegelsaal und in der Bar "Fledermaus" getanzt werden. Das Ballprogramm ist stark gekürzt, es gibt nur drei Preisträger.

Und: Erstmals gibt es eine "Abendkasse" - von 10 bis 22 Uhr können noch Party- und Flaniertickets (390/290 Euro) vor Ort gekauft werden.

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Wer auf den Geschmack kommt: Im nächsten Jahr wird am 7. Februar nicht nur der Opernball, sondern auch sein 100. Geburtstag gefeiert. Der erste Opernball fand am 21. Februar 1925 statt und erlebte bis 1939 elf Wiederholungen.

Titelfoto: Montage: Robert Michael/dpa, Holm Helis

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