Dresdner Gastronom übt Kritik: "Ich lass mich aus reinem Trotz nicht impfen!"

Dresden - Es ging hoch her in der ersten Livesendung von BundesTAG24. In der Talkrunde diskutierten Bürger über Themen wie den Klimawandel, Soziale Gerechtigkeit und die Corona-Pandemie. Mit dabei war auch der Dresdner Gastronom Mario Zichner (50).

Gastronom Mario Zichner (50) gab seine Meinung in der BundesTAG24-Show zum Besten.
Gastronom Mario Zichner (50) gab seine Meinung in der BundesTAG24-Show zum Besten.  © TAG24

Zichner war im Winter bekannt geworden, als er in einem Facebook-Video vor Wut einige Teller in seinem Lokal auf den Boden schmiss und von den "Scherben der Existenz" sprach, die ausbleibende Corona-Hilfen der Bundesregierung bei vielen Gastronomen hinterlassen würden.

Auch, wenn diese Hilfen inzwischen angekommen seien, gab es für den "Anno Domini"-Wirt dennoch Grund, sich zu empören.

Diesmal im Fokus von Zichner: Die Impfpolitik der Regierung. Die motiviere die Menschen nicht zur Impfung, sondern mache ihnen eher Angst.

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Nach Meinung von Zichner mangele es der Politik vor allem an Kommunikation und einer richtigen Art und Weise, wie eine Corona-Impfung beworben wird: "Das ist genau das, wo der Sachse sagt: So nicht Freunde! Ich denke, dass auch viele sagen, ich lass mich doch nicht impfen, weil der Politiker mir das sagt."

"Anno Domini"-Wirt Zichner: "Ich bin wirklich kein Impfgegner"

In der Talkrunde diskutierten die Moderatoren Holger Köhler-Kaeß (3.v.l.) und Paul Hoffmann (3.v.r.) am Montagabend mit Stefan Jaksic (38, Frisör, l.), Mario Zichner (50, Gastronom, 2.v.l) sowie Clara Laurentia Hanitzsch (17, Schülerin) und Uwe Kranz (52, Kommunalpolitiker, r.).
In der Talkrunde diskutierten die Moderatoren Holger Köhler-Kaeß (3.v.l.) und Paul Hoffmann (3.v.r.) am Montagabend mit Stefan Jaksic (38, Frisör, l.), Mario Zichner (50, Gastronom, 2.v.l) sowie Clara Laurentia Hanitzsch (17, Schülerin) und Uwe Kranz (52, Kommunalpolitiker, r.).  © TAG24

Weiter argumentierte der 50-Jährige, dass er "wirklich kein Impfgegner" sei, sehr wohl aber "ein Verfechter für eigene Entscheidungen".

"Meine Frau ist geimpft, ich bin aber nicht geimpft, ganz einfach aus dem Grund, aus reinem Trotz", sagte er.

Und weiter: "Weil ich mir sage, wenn Ihr mir das vorschreibt, dann nicht!"

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Dann brachte Zichner gleich noch einen Lösungsvorschlag in die Diskussion mit ein: "Wenn die Politik mal nicht mit Druck und Angst, sondern mit sachlichen Argumenten, mit Informationen offen umgeht und der Bevölkerung vermittelt, was eine Impfung bedeutet, welche Nebenwirkungen sie haben kann", würde er eine Impfung in Betracht ziehen.

Die ganze Talkshow zum Nachschauen

Die ganze BundesTAG24-Sendung könnt Ihr auf YouTube ansehen. Nachschauen lohnt sich dabei garantiert, denn auch zum Klimawandel äußerten sich Mario Zichner sowie die weiteren Gäste Stefan Jaksic (38, Frisör), Clara Laurentia Hanitzsch (17, Schülerin) und Uwe Kranz (52, Kommunalpolitiker) meinungsstark!

Übrigens: Schon am Mittwoch um 18 Uhr geht unsere Live-Show in die nächste Runde. Diesmal treffen Rentner und Erstwähler aufeinander.

Titelfoto: Montage: TAG24 (2)

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