Dresdner Wanderer staunen nicht schlecht: Was ist das für ein UFO?

Dresden - Bei diesem Anblick hat sich manch ein Wanderer bereits verwundert die Augen gerieben. Am Dresdner Lotzebach scheint nämlich vor Kurzem ein UFO abgestürzt zu sein.

Auf einer kleinen Wiese am Lotzebach scheint das UFO abgestürzt zu sein.
Auf einer kleinen Wiese am Lotzebach scheint das UFO abgestürzt zu sein.  © Tino Plunert

Das unbekannte Flugobjekt befindet sich zwischen Rennersdorf und Cossebaude nahe der Lochmühle (nicht zu verwechseln mit der historischen Lochmühle an der Lohme).

Das silberfarbene, etwa vier Meter große UFO scheint dort mit heftiger Wucht in den Boden eingeschlagen zu sein. Erde türmt sich vor dem Objekt auf, was dafür spricht, dass es dort unsanft gelandet ist.

Doch natürlich trügt der schöne Schein, der manch einem UFO-Jäger zunächst das Herz höher schlagen lassen dürfte. Fliegen konnte die Untertasse nie. Sie ist in Wirklichkeit Teil eines Kunstprojektes.

Und so findet sich neben dem Objekt, aus dem allerlei bunte Kabel hängen, ein altes Telefon. Darüber können Interessierte einen Text lesen, der auf einem Schild angebracht wurde.

"Hallo Erdlinge – Wir sind gelandet. Genau hier. Es gefällt uns gut. Dürfen wir bleiben? Wir wollen Freude verbreiten. Wir wollen so gerne eure Kultur kennenlernen", steht darauf geschrieben.

Das steckt hinter der Idee

Anne-Kathrin Roßner (links) und Eva Selbmann vor ihrem UFO.
Anne-Kathrin Roßner (links) und Eva Selbmann vor ihrem UFO.  © Tino Plunert

Der Text stammt von Anne-Kathrin Roßner und Eva Selbmann. Die beiden Frauen haben ihr UFO unter großem Aufwand, aber dafür mit viel Freude in Handarbeit zusammengebaut.

Neben Rettungsdecken nutzten die Damen Holz, das alte Telefon, Netzwerkkabel und eine Lichterkette. "Die Idee entstand beim Lagerfeuer", erzählt Anne-Kathrin Roßner.

Mit einem Lächeln erzählt die 36-Jährige: "Wir wohnen hier im Dresdner Westen zwar schon zum Teil zehn Jahre. Aber, wie das so ist, sind wir immer noch die Neuen. Daher steht das UFO sinnbildlich für uns. Wir sind gekommen, um zu bleiben."

Und weiter: "Leider ist es so, wenn wir Kultur erleben wollen, müssen wir immer fahren, und das ist schade. So sind wir gerade in der Gründung unseres Kulturvereins Lochmühle. Der soll die Menschen in der Umgebung zusammenbringen."

Grundstücksbesitzerin und aktives Mitglied im Verein ist Eva Selbmann. Für sie ist das UFO "Spaziergangskunst".

Nun hoffen die beiden Frauen, dass sich der Aufwand auszahlt und ihr neuer Verein ein Erfolg wird.

Titelfoto: Tino Plunert

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