"Rosapinkrote" Ausstellung in Dresden: Was bleibt, ist Farbe

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Dresden - Es ist nie zu spät für einen kräftigen Farbenrausch: Die über das Frühjahr gelaufene Ausstellung "Rosapinkrot" mit Werken des Fotografen Amac Garbe und der Grafikerin Monika Grobel in Dresden biegt zwar auf die Zielgerade ein - doch noch gibt es Gelegenheiten, einzutauchen in diesen farbenprächtigen Dialog aus Zeichnung, Grafik und Fotografie.

Die Grafikerin Monika Grobel und Fotograf Amac Garbe.
Die Grafikerin Monika Grobel und Fotograf Amac Garbe.  © Amac Garbe

"Rosapinkrot", diese Farbkombination klingt allein dem Wort nach quietschig-grell, man denkt spontan an Barbie und Bubblegum. Und zugegeben: In gedeckten Tönen kommt die Werkauswahl der beiden Künstler wahrlich nicht daher.

"Die Farbwelt in Rosa, Pink und Rot bildet das Leitmotiv unserer Ausstellung", erklären Garbe und Grobel. Sie nähern sich nach eigener Aussage der Bedeutung von Farbe an, wollen ihre sozialen, kulturellen und gesellschaftlichen Assoziationen erforschen. Natürlich auch die klischeebehafteten.

Es gehe um die emotionale Wirkung von Farben, auch um ihre Materialität. Die künstlerischen Positionen des Fotografen und der Grafikerin begegnen einander - eng gehängt - im korrespondierenden Austausch, wollen neue Möglichkeiten der Wahrnehmung von Farbe und Form aufzeigen und das Offensichtliche dabei hinter sich lassen.

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Amac Garbe, der auch für TAG24 arbeitet, verzichtet in seiner Fotoserie auf Personen. Stattdessen richtet er den Blick auf Alltagsgegenstände: Verpackungen, Behälter, Dosen oder Limoflaschen. In seinen abstrahierenden Makroaufnahmen lösen sie sich weitgehend von ihrer Funktion.

Was bleibt, ist Farbe. Diese Fotografien seien keine Abbildungen von Dingen, sagt er, sondern Studien von Oberflächen.

"Rosapinkrot": Grobel gibt Struktur, Garbe bringt Materialität und Irritation

Farblich nicht zurückhaltend: Blick in die Ausstellung "Rosapinkrot".
Farblich nicht zurückhaltend: Blick in die Ausstellung "Rosapinkrot".  © Amac Garbe

Die Zeichnungen, Plakate und grafischen Blätter von Monika Grobel, in Polen geboren und seit vielen Jahren in Dresden tätig, bewegen sich zwischen Klarheit und Verdichtung. Linien, Flächen und typografische Elemente werden bei ihr nicht illustrativ eingesetzt, sondern als strukturierende Kräfte.

In "Rosapinkrot" zeigt sie Arbeiten, die die Farbe ordnen. Das Zusammenspiel der beiden Positionen macht "Rosapinkrot" aus: Monika Grobels grafische Arbeiten geben Struktur, Amac Garbes Fotografien bringen Materialität und Irritation ein.

Die Ausstellung im Atelier von Amac Garbe auf der Sebnitzer Straße 26 ist mittwochs, 13-17 Uhr, geöffnet sowie nach Absprache (Tel. 0179/4 33 63 51).

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Einmal im Monat ist der Ausstellungsraum auch Bühne für Veranstaltungen anderer künstlerischer Disziplinen. So auch zur Finissage am 30. Mai: Dann ist die griechische Sopranistin Nadia Toliou mit ihrer Tanz-Performance "Rhythmus im Raum" eingeladen, Beginn: 19 Uhr.

Titelfoto: Montage: Amac Garbe

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