"Soll betroffen machen": Dramatische Reise der Titanic ab sofort in Dresden erlebbar

Dresden - Es waren dramatische Szenen auf hoher See, die ab Donnerstag in Dresden zu erleben sind. Am 14. April 1912 kollidierte die RMS Titanic kurz vor Mitternacht mit einem Eisberg und versank wenig später im Nordatlantik. Fast 1500 Menschen kamen dabei ums Leben. Im Erlwein-Forum können sich Besucher auf die verheerende Reise des Luxusdampfers begeben.

Malte Fiebing-Petersen (42) ist seit Kindheitstagen von der Titanic begeistert und begleitet die Ausstellung als wissenschaftlicher Berater.  © Petra Hornig

"Diese Ausstellung soll nicht gefallen, sondern betroffen machen", sagte Malte Fiebing-Petersen (42), Vorsitzender des Deutschen Titanic-Vereins. Er stellte die neu engagierten Mitarbeiter in einem Rundgang darauf ein, dass so mancher Gast beim Durchschreiten der Räume emotional werden könnte.

Und das aus gutem Grund: Großflächige Beamer-Projektionen, originalgetreue Nachbauten und teils bedrohliche Sounds bei Dunkelheit lassen die reale Welt in den Hintergrund treten.

"Am meisten beeindruckt mich der Raum mit dem Rettungsboot, wo man selbst Platz nehmen und sich in die Situation hineinfühlen kann", so Fiebing-Petersen, der bereits als Kind mit zehn Jahren beim Modellbau seine Leidenschaft für das wohl berühmteste Passagierschiff aller Zeiten entdeckte.

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Der Experte weiß: "Von der Titanic selbst gibt es nur wenige echte Originalfotos - schätzungsweise zwölf Stück." Deshalb würden zahlreiche Details von historischen Innen- und Außenaufnahmen der zwei baugleichen Schwesterschiffe stammen.

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Am Bug des Ozeanriesen können Besucher die letzten Sekunden bis zur Kollision miterleben.  © Petra Hornig
Eine 360-Grad-Projektion zeigt den Untergang.  © Petra Hornig

Ausstellung thematisiert Schicksale der Passagiere und Crew-Mitglieder

Im April 1912 startete die RMS Titanic in Southampton (England) zu ihrer Jungfernfahrt, die in einem tragischen Unglück endete.  © Petra Hornig

Was viele überraschen dürfte: Zwei Titanic-Passagiere hatten eine Verbindung zu Sachsens Landeshauptstadt. So war der gebürtige Dresdner Ludwig Müller (1875–1912) an Bord als Dolmetscher in der Dritten und damit untersten Klasse tätig. "Er kam beim Untergang ums Leben. Seine Leiche wurde nicht geborgen", erzählt Fiebing-Petersen.

Deutlich mehr Glück habe dagegen Amalie Henriette Gieger (1866–1933), die zwischenzeitlich in Elbflorenz lebte und im Dienste einer amerikanischen Society-Lady als ihre Zofe auf dem Schiff eincheckte. "Zusammen mit Mrs. Widener konnte sie sich in Rettungsboot 4 in Sicherheit bringen und überlebte die Katastrophe."

Viele weitere Schicksale werden in der Ausstellung ebenfalls thematisiert. In einem Gedenkraum finden sich alle Namen der Passagiere und Crew-Mitglieder auf einer großen Tafel.

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"Es geht um die würdevolle Erinnerung, nicht um ein Spaß-Event", betont Fiebing-Petersen. Man habe sich daher auch absichtlich gegen Mitmach-Stationen entschieden.

Bis November macht das wohl berühmteste Passagierschiff aller Zeiten in Dresden fest.  © Petra Hornig

TAG24 verlost 4 × 2-Kombitickets für Titanic- und Banksy-Ausstellung

Am Modell kann der Luxusdampfer von allen Seiten betrachtet werden.  © Petra Hornig

Die Ausstellung ist bis zum 8. November in Dresden zu sehen.

Die Ticketpreise liegen mit einem festgelegten Zeitfenster bei 26 Euro (Di.–Fr.) bzw. 28 Euro (Wochenende) für Erwachsene und 18 Euro bzw. 20 Euro für Kinder/Jugendliche (7 bis 15 Jahre).

TAG24 verlost 4 × 2-Kombitickets, die auch zum Eintritt in die Banksy-Ausstellung (bis 4. Oktober) berechtigen. Der Tag und die Uhrzeit des Besuchs können dabei frei gewählt werden.

Mitmachen könnt Ihr per E-Mail unter Gewinnspiel@tag24.de unter dem Kennwort TITANIC und der Nennung Eures vollständigen Namens. Einsendeschluss ist Sonntag, 7. Juni, 18 Uhr.

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