Tanzplattform Deutschland vor dem Start: Tickets werden langsam rar

Dresden - Hellerau ist Dresdens Zentrum des Tanzes. In diesem Jahr ist das Europäische Zentrum der Künste nach langer Zeit wieder Ausrichter des Festivals "Tanzplattform Deutschland". 13 herausragende Produktionen sind mehrfach zu erleben, dazu viele Mitmachformate im öffentlichen Raum. Am 11. März geht es los, Tickets für viele Veranstaltungen werden langsam rar.

Wer gewinnt, wer verliert? Das fragt die Produktion "Du bist dran!" von Regina Rossi im tjg. (13./14. März).
Wer gewinnt, wer verliert? Das fragt die Produktion "Du bist dran!" von Regina Rossi im tjg. (13./14. März).  © Anja Beutler

Es ist gewiss ein Kultur-Highlight in und für Dresden, das weit über die Stadt hinaus nach ganz Deutschland strahlt: Die "Tanzplattform Deutschland" präsentiert alle zwei Jahre in einer jeweils anderen Stadt die bemerkenswertesten Tanzproduktionen Deutschlands.

2026 richtet das Europäische Zentrum der Künste Hellerau dieses Großereignis des zeitgenössischen Tanzes aus. Die Staatsoperette, das Staatsschauspiel mit dem Schauspielhaus und das Jugendtheater tjg. sind weitere Spielstätten.

Die Tanzplattform versteht sich als Schaufenster des zeitgenössischen Tanzes. Das Festival ist bundesweit für die Tanzszene so bedeutend wie das jährliche Berliner Theatertreffen für das Sprechtheater. Gezeigt werden aktuelle Entwicklungen, innovative künstlerische Strömungen und Experimente jenseits klassischer Ballettformen.

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Insgesamt wurden 13 von einer unabhängigen Jury ausgewählte "bemerkenswerte deutsche Tanzproduktionen" der vergangenen zwei Jahre eingeladen. Aus Dresden etwa ist der Choreograf Charles A. Washington mit seiner Company Pinkmetalpetal Productions und dem Stück "The Children of Today" dabei.

Das Festival startet am 11. März in der Staatsoperette mit der Kölner Company Mouvoir und ihrer Produktion "Until the Beginnings", die globale Rhythmen aus Deutschland, Frankreich und dem Senegal vereint.

Am 15. März setzen vier Vorstellungen den Schlusspunkt, darunter "Lovedance" von Katharina Senzenberger, eine Produktion aus expressivem Kitsch über Liebe aus queerer Perspektive zwischen Walzer und Pas de Deux.

Tanzplattform will in Dresden zum Mitmachen animieren

Im Schauspielhaus ist am 14. März die Choreografie "Tournament" von Adam Linder, Ethan Braun & Kaleidoskop zu erleben.
Im Schauspielhaus ist am 14. März die Choreografie "Tournament" von Adam Linder, Ethan Braun & Kaleidoskop zu erleben.  © Jubal Battisti

Doch die Tanzplattform will auch zum Mitmachen animieren. Da ist zum einen "Spiegelneurosen", ein Tanzabend von Sasha Waltz & Guests und Stefan Kaegi vom Theater-Kollektiv Rimini Protokoll, bei dem das Publikum ins Zentrum der Bewegung rückt und der Zuschauerraum zum Hauptaktionsort werden soll. Auf der Homepage "tanzplattform2026.de" ist noch ein Open Call für interessierte Teilnehmer gelistet, die Vorstellungen gelten allerdings als ausgebucht.

Mitmachen ist aber trotzdem erwünscht im Programm "Mornings on Fire". Unter dem Motto "Tanz für alle" mit The Saxonz lädt die sächsische Breaking-Crew jeden Morgen im öffentlichen Raum dazu ein, Tanz aus neuen Perspektiven zu erleben und selbst aktiv zu werden (von 11. bis 15. März vor dem Festspielhaus Hellerau, am Societaetstheater, der Villa Wigman oder am Goldenen Reiter).

Außerdem stehen zwei Kinderstücke an: "Spiel im Spiel" von Ceren Oran & Moving Borders im tjg sowie im selben Ort die Performance "Du bist dran" von Regina Rossi - getanzte Improvisations-Spielregeln für alle ab elf Jahren.

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Das Programm ist zweifelsohne bunt. Infos und Ticket-Verfügbarkeit unter www.hellerau.org oder tanzplattform2026.de.

Titelfoto: Anja Beutler

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