Anwohner verärgert: Der Winterdienst vergisst immer wieder unsere Straße

Dresden - Für die einen hat Sturmtief "Elli" den Winter-Wundertraum wahr werden lassen. Für Anwohner aus Klotzsche ist es hingegen ein Albtraum.

Für Anwohner Steffen Tutschke (49) ist die Situation unverständlich: "Wie schnell die Winterdienste überfordert sind, wenn es mal schneit, ist unfassbar."
Für Anwohner Steffen Tutschke (49) ist die Situation unverständlich: "Wie schnell die Winterdienste überfordert sind, wenn es mal schneit, ist unfassbar."  © Norbert Neumann

Zwischen vergessenen Müllsäcken und liegen gebliebenen Schneehaufen in den Nebenstraßen steigt der Frust im Dresdner Norden.

Denn während die Hauptstraßen geräumt werden, bleiben Nebenrouten wie die Max-Hünig-Straße außen vor. Ärgert Anwohner Steffen Tutschke (49) nun schon seit Jahren: "Wir haben hier schiefe und gewölbte Fußwege, da muss der Winterdienst kommen, sonst rutscht man."

Und trotzdem passierte über das Wochenende nichts: Weder Räumfahrzeug noch Streusalz sind "vorbeigeschneit". Erst am Montag – rechtzeitig mit den kommenden Plusgraden – ist immerhin ein Winterdienst durch die Straße gefahren und hat das Gröbste beseitigt.

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Zurück blieben verschneite Müllberge – stumme Zeugen dafür, dass hier tagelang niemand durchkam. Auch die Briefkästen blieben am Wochenende leer.

Entlang der Max-Hünig-Straße in Klotzsche sammelten sich die Tage Müllberge aufgrund des fehlenden Winterdienstes.
Entlang der Max-Hünig-Straße in Klotzsche sammelten sich die Tage Müllberge aufgrund des fehlenden Winterdienstes.  © Norbert Neumann

Anwohner Steffen Tutschke: "Unser Eindruck ist, dass die Nebenstraßen konsequent vergessen werden"

Für Tutschke kein Einzelfall: "Acht Jahre wohne ich hier schon, so lange ist das auch ein Problem mit dem Winterdienst." Besonders stört ihn dabei die Prioritätensetzung: "Unser Eindruck ist, dass die Hauptstraßen immer sauber gemacht werden und selbst, wenn alles freigeräumt ist, die Nebenstraßen konsequent vergessen werden."

Die Stadt hat auf TAG24-Anfrage noch keine Stellungnahme abgegeben, verweist dafür auf allgemeine Tourpläne: "Als Erstes werden die Bundesstraßen, Busstrecken, Gefälleabschnitte sowie Zufahrten zu Krankenhäusern und Feuerwehren betreut. Nachrangig erfolgt dann die Betreuung von weiteren Straßen."

Titelfoto: Norbert Neumann

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