Anwohner verärgert: Der Winterdienst vergisst immer wieder unsere Straße
Dresden - Für die einen hat Sturmtief "Elli" den Winter-Wundertraum wahr werden lassen. Für Anwohner aus Klotzsche ist es hingegen ein Albtraum.
Zwischen vergessenen Müllsäcken und liegen gebliebenen Schneehaufen in den Nebenstraßen steigt der Frust im Dresdner Norden.
Denn während die Hauptstraßen geräumt werden, bleiben Nebenrouten wie die Max-Hünig-Straße außen vor. Ärgert Anwohner Steffen Tutschke (49) nun schon seit Jahren: "Wir haben hier schiefe und gewölbte Fußwege, da muss der Winterdienst kommen, sonst rutscht man."
Und trotzdem passierte über das Wochenende nichts: Weder Räumfahrzeug noch Streusalz sind "vorbeigeschneit". Erst am Montag – rechtzeitig mit den kommenden Plusgraden – ist immerhin ein Winterdienst durch die Straße gefahren und hat das Gröbste beseitigt.
Zurück blieben verschneite Müllberge – stumme Zeugen dafür, dass hier tagelang niemand durchkam. Auch die Briefkästen blieben am Wochenende leer.
Anwohner Steffen Tutschke: "Unser Eindruck ist, dass die Nebenstraßen konsequent vergessen werden"
Für Tutschke kein Einzelfall: "Acht Jahre wohne ich hier schon, so lange ist das auch ein Problem mit dem Winterdienst." Besonders stört ihn dabei die Prioritätensetzung: "Unser Eindruck ist, dass die Hauptstraßen immer sauber gemacht werden und selbst, wenn alles freigeräumt ist, die Nebenstraßen konsequent vergessen werden."
Die Stadt hat auf TAG24-Anfrage noch keine Stellungnahme abgegeben, verweist dafür auf allgemeine Tourpläne: "Als Erstes werden die Bundesstraßen, Busstrecken, Gefälleabschnitte sowie Zufahrten zu Krankenhäusern und Feuerwehren betreut. Nachrangig erfolgt dann die Betreuung von weiteren Straßen."
Titelfoto: Norbert Neumann
