Mit Millionen-Aufträgen und neuem Gesicht: "Deutsche Werkstätten" lassen Krise hinter sich

Dresden - Infolge des Ukraine-Kriegs sahen sich die "Deutsche Werkstätten Hellerau" im vergangenen Jahr gezwungen, Personal abzubauen. Nun, ein halbes Jahr später, weht beim Dresdner Traditionsunternehmen ein ganz anderer Wind.

Das Dresdner Unternehmen "Deutsche Werkstätten" hat die Krisen-Zeiten hinter sich gelassen.
Das Dresdner Unternehmen "Deutsche Werkstätten" hat die Krisen-Zeiten hinter sich gelassen.  © Deutsche Werkstätten

Infolge der Sanktionen brach dem auf Innenraum-Gestaltung spezialisierten Unternehmen ein wichtiger Kundenstamm weg: wohlhabende Yacht-Besitzer aus Russland. In der Folge musste rund ein Viertel aller Angestellten gehen.

Doch davon hat sich das mittelständische Unternehmen offenbar nicht unterkriegen lassen und sich dem Negativ-Trend entgegenstellt: "Durch konsequente Restrukturierungsmaßnahmen hat sich das Unternehmen wirtschaftlich stabilisiert", teilten die "Deutschen Werkstätten" am Dienstag mit.

Als Teil dieser Maßnahmen wurde etwa die Führungsetage umgekrempelt, mit Dieter Trautzsch (38) setzt seit September ein neuer Geschäftsführer die Segel für die Zukunft.

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Seine Vision: "Was Qualität angeht, macht den Deutschen Werkstätten niemand etwas vor. Doch bei unseren Prozessen können wir noch effizienter werden."

Der neue Geschäftsführer Dieter Trautzsch (38) arbeite zuvor als Programm-Manager für den Automobilzulieferer "Dräxlmaier" an einem Batteriesystem für Porsche.
Der neue Geschäftsführer Dieter Trautzsch (38) arbeite zuvor als Programm-Manager für den Automobilzulieferer "Dräxlmaier" an einem Batteriesystem für Porsche.  © Deutsche Werkstätten
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Neue Millionen-Aufträge für "Deutsche Werkstätten"

Die "Deutschen Werkstätten" haben zwei neue Aufträge im Wert von 70 Millionen Euro erhalten.
Die "Deutschen Werkstätten" haben zwei neue Aufträge im Wert von 70 Millionen Euro erhalten.  © Deutsche Werkstätten

Diese Prozessoptimierung kann der Betrieb im Rahmen neuer millionenschwerer Großprojekte auch direkt in die Praxis übertragen.

Für insgesamt 70 Millionen Euro seien die "Deutschen Werkstätten Hellerau" von internationalen Kunden jüngst beauftragt worden, die Innenräume mehrerer Luxus-Yachten zu gestalten, wie Pressesprecher Konstantin Kleinichen gegenüber TAG24 am Mittwoch erklärte.

Neben "vollen Auftragsbüchern" habe das Unternehmen noch einen weiteren Grund, um zuversichtlich in die Zukunft zu blicken.

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Anfang Februar wurde man von der Handwerkskammer Dresden als "vorbildlicher Ausbildungsbetrieb" ausgezeichnet. Erst im August hätten acht Personen an den Standorten in Hellerau und Großröhrsdorf ihre Tischlerlehre begonnen.

Nach eigenen Angaben befinden sich von 350 Mitarbeitern derzeit insgesamt 45 in Ausbildung: "Eine Quote, die in der Branche heraussticht."

Titelfoto: Bildmontage: Deutsche Werkstätten

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