Dresden - Die Lage an der gesperrten Brücke Budapester Straße in Dresden spitzt sich deutlich zu! Das Bauwerk braucht schnellstmöglich Entlastung – die Zeit drängt.
Wie die Stadt am Donnerstag mitteilte, hat das Schallemissionsmonitoring ergeben, dass seit der Sperrung vor rund einem Monat allein an der C-Achse sechs weitere Spanndrähte gerissen sind. Dabei bestehe eine Reserve von maximal 16 Drahtbrüchen. Der Puffer sei damit geschrumpft.
Heißt auch: "Sollte die Reserve aufgebraucht sein, müsste die Ammonstraße aus Sicherheitsgründen voll gesperrt werden", erklärt Rathaus-Sprecher Alexander Buchmann (39) gegenüber TAG24.
Um das zu verhindern, würden unter Hochdruck vier Schwerlaststützen aus Stahl errichtet – jeweils zwei Stützen pro Brückenzug.
"Aktuell laufen die Tiefbauarbeiten für die Fundamente, die rund zwei Meter tief in das Erdreich eingebracht werden müssen", so Buchmann weiter.
Die Fertigstellung der Notunterstützung sei bis Ende Juli geplant. "Sobald diese steht, ist die Unterfahrt der Brücke auf der Ammonstraße gesichert und es werden wieder zwei Fahrspuren pro Richtung freigegeben."
Acht verfüllte Beton-Brunnenringe für Teil-Freigabe der Brücke notwendig
Damit auch der Verkehr über die komplette Brücke wieder fließen könne, müssten im nächsten Schritt bis Mitte/Ende September in drei weiteren Brückenfeldern insgesamt acht zusätzliche Unterstützungen aus verfüllten Beton-Brunnenringen aufgebaut werden, so Buchmann.
"Ziel ist, auf der Brücke wieder eine Fahrspur pro Richtung für Fahrzeuge zuzulassen", erklärt der Stadt-Sprecher. Eine Schwerlast-Beschränkung werde jedoch bestehen bleiben.
Die Bauwerksuntersuchungen würden fortgesetzt, sobald die Konstruktionen stabil stehen. Dann seien weiteren Bauteilöffnungen an der Unterseite geplant, um ein ganzheitliches Bild des Brückenzustands zu erhalten.
Die Gesamtkosten für den Bau der Notunterstützungen stünden – auch wegen parallel laufender Ausschreibungen – bislang nicht fest.