Nach 12 Jahren Sanierung: Bierstube und Neue Mensa öffnen ihre Türen - und sorgen für Alarm
Dresden - Ab dem 31. März öffnet die Neue Mensa gegenüber dem Hörsaalzentrum endlich wieder ihre Türen für hungrige (und durstige) Gäste. TAG24 war bereits einen Tag zuvor vor Ort und zeigt euch exklusive Einblicke in die "neue" Neue Mensa.
Im Jahr 2014 wurde in der Neuen Mensa am Fritz-Förster-Platz das letzte Essen ausgegeben und das letzte Bier in der Bierstube gezapft.
Knapp zwölf Jahre nach der Schließung und etlichen Zweifeln, ob die Neue Mensa überhaupt einmal wiedereröffnen kann, erstrahlen Speisesäle, Cafeteria und natürlich auch die Bierstube ab sofort in neuem Glanz, haben jedoch von ihrem alten Charme nur wenig verloren.
So ist "die 'Neue Mensa' auf der Bergstraße ein Ort, der Tradition und Innovation verbindet", erklärt Falk Reinhardt, technischer Geschäftsführer des Staatsbetriebs Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB). Mit der Sanierung unter strengen Auflagen des Denkmalschutzes ist es gelungen, "die bauliche Geschichte zu bewahren und sie gleichzeitig zukunftsorientiert zu gestalten."
Nach einer herzlichen Begrüßung durch die Big Band der TU Dresden und einer kurzen Rede von Michael Rollberg (44), dem Geschäftsführer des Studentenwerks, erhielt Christian Piwarz (50, CDU) das Wort. Der Sächsische Finanzminister hat selbst zwischen 1995 und 2001 Rechtswissenschaften an der TU Dresden studiert. Mit der Neuen Mensa verbindet er große Teile seiner Studienzeit und so schwelgte er beim Gedanken an die Bierstube in Erinnerungen "zwischen Gerber-Bau und Bibliothek".
Neben all der nostalgischen Stimmung präsentierte der CDU-Politiker auch harte Fakten rund um das Mega-Projekt auf der Bergstraße. Die vor Beginn der Baumaßnahmen kalkulierten 25 Millionen Euro wurden mehr als verdoppelt.
Die Sanierung der Neuen Mensa kostete den Freistaat letztendlich "rund 51,5 Millionen Euro".
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Welches Angebot hält die Bierstube für ihre Gäste bereit?
Durch das breite Angebot an Speisen, Getränken und vor allem zahlreiche Sitzmöglichkeiten soll die Neue Mensa "für alle ein lebendiger und kommunikativer Treffpunkt sein, die auf dem Campus studieren und arbeiten", erklärt Rollberg.
Eine zentrale Rolle für dieses pulsierende Zentrum auf dem Hochschul-Campus soll die - um es mit den Worten des Finanzministers zu sagen - "legendäre" Bierstube spielen.
So gut wie jeder, der vor 2014 in Dresden studiert hat, wird die Kneipe noch kennen, die ab dem 31. März wieder Besucher empfängt.
Gäste können aus verschiedenen Fassbieren von Feldschlößchen, Landskron, Lohrmanns, Störtebecker und Anheuser-Busch wählen, oder auch auf diverse andere Biere aus der Flasche zurückgreifen. Für diejenigen, die es nicht nach Gerstensaft dürstet, wird die Bierstube auch Cider und Sekt im Angebot haben.
Ein 0,4er-Glas Frisch-Gezapftes kostet dabei 4,50 Euro, für Studenten sogar nur 3,50 Euro.
Doppelter Feueralarm sorgte für einen abrupten Abschluss der Wiedereröffnung
Sowohl die Neue Mensa als auch die Bierstube bieten genug Platz damit wissbegierige Studierende gut durch den Uni-Alltag kommen.
Unerwartet kam das Ende des Pressetermins am Montag. Gleich zweimal heulte der Feueralarm los und sogar die Feuerwehr musste ausrücken.
Doch glücklicherweise konnte ein Sprecher der Feuerwehr Dresden wenig später auf Nachfrage von TAG24 Entwarnung geben - es handelte sich lediglich um zwei Fehlalarme.
Damit ist also auch das letzte Detail geklärt - die Brandschutzanlage funktioniert einwandfrei.
Titelfoto: Fotomontage: Eric Münch

