Dresdner (94) stürzt schwer beim Einkaufen: "Er war blutüberströmt!"

Dresden - Wenn die meisten Menschen schlafen, müssen viele Rettungskräfte weiter einsatzbereit sein. Dass sie auch gebraucht werden, wenn es stockdunkel ist, zeigt ein mit Kamera begleiteter Fall aus Dresden.

René Lohse (44, l.) und Colin Struthoff (28, r.) kümmern sich um einen 94-jährigen Mann.
René Lohse (44, l.) und Colin Struthoff (28, r.) kümmern sich um einen 94-jährigen Mann.  © RTLZWEI

Auf der Rettungswache Striesen des Malteser-Hilfsdienstes beginnen zwei Kollegen um 18 Uhr ihre Schicht, die bis 6 Uhr am nächsten Morgen geht.

Zunächst müssen alle Geräte im Rettungswagen auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft werden, erzählt Rettungssanitäter Ronny Lohse (44) in der RTLZWEI-Doku "Nachtschicht - Einsatz für die Lebensretter".

"Bevor ich auf die Nachtschicht gehe, trinke ich einen Kaffee und verbringe die restlichen Stunden mit meiner Familie", so der 44-Jährige.

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"Wenn ich dann auf die Wache komme, möchte ich mich in Ruhe umziehen, einen Energydrink trinken oder noch mal mit irgendjemandem schwatzen. Das brauche ich, um langsam in den Nachtschicht-Modus reinzukommen. Dann bin ich bereit und es kann losgehen."

Mit seinem Kollegen Colin Struthoff (28), der seit 2017 Notfallsanitäter auf der Striesener Wache ist, geht es anschließend auch direkt los, und zwar zu einem 94-jährigen Mann, der eine Kopfplatzwunde haben soll.

Nachtschicht - Einsatz für die Lebensretter: "Ich wollte mich erst selber behandeln"

Die Malteser Rettungswache Striesen liegt östlich des Dresdner Stadtzentrums.
Die Malteser Rettungswache Striesen liegt östlich des Dresdner Stadtzentrums.  © Google Maps

Im Mehrfamilienhaus angekommen, öffnet der Patient selbst die Tür, hält sich dabei ein Tuch an seinen blutenden Kopf.

"Als er uns die Tür aufgemacht hat, dachte ich halleluja, der war ganz schön blutüberströmt, das lief ganz gut", berichtet Struthoff danach.

Der Rentner erzählt, einkaufen gewesen zu sein, wobei er stolperte und stürzte. Colin wundert sich, dass der betagte Senior mit Platzwunde und aufgeschürftem Knie noch nach Hause gegangen ist bzw. überhaupt gehen konnte.

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"Ich dachte, ich lauf das Stück zurück", sagt der Patient ganz cool.

Erst auf dem Rückweg fiel ihm ein, dass er ein Notruf-Armband hat, mit dem er in solchen Fällen die Rettungskräfte alarmieren kann. "Ich wollte mich erst selber behandeln, dann hab ich aber gedacht nee, lass mal lieber die Finger davon, drück mal auf den Knopf". Genau richtig so!

Hilfsbereit und mitdenkend bietet der 94-Jährige dann auch noch seinen eigenen Sanitätsschrank im Bad an, doch Colin und Ronny haben natürlich alles selbst dabei, was sie brauchen.

Dass er dann ins Krankenhaus soll, überrascht den allein lebenden Mann: "Ich hab' gedacht, nur Ruhe..." Weil er aber blutverdünnende Medikamente nimmt und auch wegen der Verletzungen selbst wird er in die Carus Akademie des Universitätsklinikums gebracht und dort weiterbehandelt.

Die ganze Folge - auch mit Einsätzen in anderen Städten - seht Ihr am heutigen Dienstag ab 20.15 Uhr bei RTLZWEI oder schon jetzt bei RTL+.

Titelfoto: RTLZWEI

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