Haben Altkleidercontainer doch noch eine Zukunft in Dresden?

Dresden - Wie lange bleiben Dresden die Altkleidercontainer erhalten? Ab 2027 könnten sie aus dem Stadtbild verschwinden, falls sich nicht genügend Betreiber finden. Die Stadt beteuert jedoch, dieses Szenario für unwahrscheinlich zu halten.

Schandfleck Kleidertonne: Viele Container-Standorte in Dresden sind völlig vermüllt.  © Ove Landgraf

Im Großen und Ganzen habe sich das bestehende Altkleider-Sammelsystem mit Containern bewährt, erklärt Thomas Kügler (56), Abteilungsleiter für Abfallwirtschaft.

Sieben von zehn Betreibern würden ihre Container zufriedenstellend bewirtschaften, nur in Pieschen, Cotta und Prohlis gebe es "große Probleme" mit der Vermüllung.

"Unsere Intention ist also nicht, das System abzuschaffen", sagt Kügler. Doch die Stadtverwaltung sieht auch die Probleme auf dem Altkleider-Markt, die das Geschäft zunehmend unattraktiv machen.

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Man brauche einen "Plan B", sollten sich nach Auslaufen der bestehenden Container-Verträge (Ende 2026) nicht für jedes Gebietslos Bewerber finden.

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Alternativ-Plan würde neue Fragen aufwerfen

Abteilungsleiter Thomas Kügler (56) sieht Chancen für den Erhalt der Container.  © Eric Münch

"Sonst würde der Bürger mit seinen Textilabfällen auf Container im Nachbargebiet ausweichen", sagt Kügler.

Mögliche Folge: Der dortige Betreiber wird überlastet. Laut Kügler gibt es aber "berechtigte Hoffnung", dass es genug Interessenten geben wird.

Der mögliche Alternativ-Plan, wonach Altkleidercontainer auf öffentlichen Flächen komplett wegfallen und Textilien auf Wertstoffhöfen und Grünannahmestellen abgegeben werden müssten, würde neue Fragen aufwerfen.

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"Welcher Bürger ist bereit, seine Kleidung dorthin zu bringen? Oder landet sie im Restmüll oder im Keller?", überlegt Kügler. Letztlich entscheidet der Stadtrat über die Pläne aus dem Rathaus.

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