Letzte Fördermittel-Zusage sicher: Finanzierung für Neubau der Nossener Brücke steht
Dresden - Mit einem Gesamtvolumen von rund 324 Millionen Euro ist der geplante Neubau der maroden Nossener Brücke doppelt so teuer wie der Ersatzneubau der Carolabrücke. Bislang fehlte jedoch noch die Zusage des Freistaates für wichtige Fördermittel.
Derzeit muss Baubürgermeister Stephan Kühn (46, Grüne) die Planungen und Ausschreibungen für die Nossener Brücke (37.000 Autos pro Tag) über den schuldenfinanzierten Brückenfonds der Stadt absichern.
Erste Bauleistungen wie Baumfällungen und der Bau von Mediendükern sind bereits erfolgt. Der Zeitdruck ist hoch: Im Juni sollen die Arbeiten beginnen - auch, um die mit der Deutschen Bahn abgestimmten Sperrzeiträume einzuhalten. Die Fertigstellung ist für 2031 vorgesehen.
Eigentlich hatte die Verwaltung schon im vergangenen Herbst mit einer Fördermittelzusage des Landes gerechnet.
Nun gibt es endlich Bewegung: Sachsens Landkreise, Großstädte und Gemeinden haben sich nach intensiven Gesprächen auf eine Mittelzuweisung, die auch die Nossener Brücke betrifft, verständigt.
Dresdner CDU-Kreis-Chef lobt gefundenen Kompromiss
Die vorgesehenen 78 Millionen Euro sollen aus dem milliardenschweren Sondervermögen der Bundesregierung stammen, das im Freistaat als Sachsenfonds bezeichnet wird.
Der Dresdner CDU-Kreis-Chef und Landtagsabgeordnete Ingo Flemming (57) lobt den gefundenen Kompromiss: "Es ist wichtig, dass die Stadt das Geld in einem Stück bekommt."
Andernfalls müssten Planer im Rathaus erneut in die finanzpolitische Trickkiste gehen, so der studierte Bauingenieur gegenüber TAG24.
Unterschrieben ist der Fördermittelbescheid aber noch nicht, bestätigte die Verwaltung auf Nachfrage. Flemming geht davon aus, dass der Bescheid bis zur Jahresmitte bei der Stadt eingeht.
Titelfoto: Bildmontage: Tobias Koch, Norbert Neumann

