Wilsdruff baut den Funkturm wieder auf! Allerdings nicht die kompletten 153 Meter

Wilsdruff - Von 153 Metern blieben 10 übrig: Nach der Sprengung des Wilsdruffer Funkturms rettete der Förderverein die Spitze des "Bleistiftes" und will sie für die Nachwelt bewahren. Nun wurde ein neuer Platz für den Mast gefunden.

Fördervereinschefin Sabine Neumann (41) nahm nach der Sprengung auf der geretteten Turmspitze Platz.
Fördervereinschefin Sabine Neumann (41) nahm nach der Sprengung auf der geretteten Turmspitze Platz.  © privat

Immerhin: Die Überreste des Turms bleiben in Wilsdruff! Er soll auf der Hühndorfer Höhe am Rande des Gewerbegebietes aufgestellt werden und auf einen Sockel kommen.

"Das ist unser Wunschort. Der Stadtrat stimmte dem zu", sagt die Vorsitzende des Funkturm-Fördervereins, Sabine Neumann (41), erfreut. "Dort ist er aus Wilsdruff gut sichtbar. Und ja vielleicht auch von der nahen Autobahn."

Die Vereins-Chefin hofft, dass die Mastspitze bis Mai am neuen Standort aufgestellt wird. Nach der Sprengung im August waren die gesicherten Reste in ein Zwischenlager transportiert worden.

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"Die Spitze wird noch abgeschliffen, neu gestrichen, erhält einen Deckel", so Sabine Neumann. Die Kosten auch für den Transport trägt der Förderverein (38 Mitglieder), der auf weitere Spenden hofft.

Denkmalschutzstatus erhält das Restteil der einstigen Riesenantenne jedoch nicht. "Unser Antrag wurde von der Unteren Denkmalschutzbehörde beim Landratsamt Pirna abgelehnt", sagt Sabine Neumann. Das sei zwar bedauerlich, mache den Verein aber bei der Gestaltung freier. So könne man etwa die Farbe für die Frischekur selbst wählen.

Der Sendemast in Wilsdruff war im August gesprengt worden.
Der Sendemast in Wilsdruff war im August gesprengt worden.  © Thomas Türpe
So ist der Ausblick auf Wilsdruff vom ungefähren künftigen Standort des Turms.
So ist der Ausblick auf Wilsdruff vom ungefähren künftigen Standort des Turms.  © Steffen Füssel

Und wer weiß: Vielleicht entwickelt sich die gerettete Spitze ja zu einem neuen Wahrzeichen - Denkmal hin oder her.

Titelfoto: Thomas Türpe und privat

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