Zu wenige Teilnehmer: Seifenkistenrennen an der Saloppe fallen weg - aber es gibt eine Alternative

Dresden - Die schlechte Nachricht: Die Ära der Seifenkistenrennen in der Saloppe ist beendet. Am 12. September sollte die 22. Auflage der Mordsgaudi stattfinden - doch keine einzige Seifenkiste wird mehr gen Elbe rasen. Stattdessen wird eingeparkt.

Michael Kramer (l.) und Steffen Grosche fahren in der Saloppe zum Einparken vor.  © Thomas Türpe

"Ganz abgesehen von Sponsoren und Preisentwicklungen haben wir gemerkt, dass es immer schwieriger wurde, Teams zu bekommen. Die Leute, die Spaß daran haben, ein verrücktes Mobil zu bauen, wurden immer weniger", bedauert Veranstalter Steffen Grosche (47) von Waterloo Produktion.

Seit 2001 rumpelten mehr als 150 "Rennställe" mit mehr als 400 Seifenkisten über den 800 Meter langen Höllenhang. "Bevor wir jetzt Kompromisse eingehen oder das Rennen seinen besonderen Charakter verliert, möchten wir uns lieber mit einem guten Gefühl und großartigen Erinnerungen verabschieden", ist sich die Rennleitung einig.

Doch Grosche wäre nicht Grosche, wenn er nicht was Neues in petto hätte: Am 12. September (18 Uhr) findet stattdessen der erste "KaramboLager Einparkcontest" in der Saloppe statt.

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Damit wird zur Gaudi, was im Alltag oft für heiße Diskussionen bis hin zu Blechschäden führt: Einparken. "Jeder kann mit seinem eigenen Auto mitmachen", so Grosche. Egal, wie groß es ist, die Parklücke wird auf je 50 Zentimeter Abstand vorn und hinten angepasst.

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Die Sommerwirtschaft Saloppe lädt erstmals zum Einpark-Contest ein.  © Thomas Türpe
Ist nie um einen neuen Einfall verlegen: Event-Profi Steffen Grosche (47).  © Thomas Türpe
Michael Kramer (44, l.) misst die 50 Zentmeter ab Stoßstange aus, die Steffen Grosche (47) noch Park-Spielraum hätte.  © Thomas Türpe
Maskiert und mit Ami-Fahne raste dieses Team beim siebten Rennen 2007 gen Ziel. (Archivbild)  © imago/Star-Media

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Das Team "WaterlooWastecatsSambaMafiaplus" fuhr beim 19. Saloppe-Rennen mit.  © Robert Michael/dpa

"Zugelassen sind Fahrzeuge bis sieben Meter Länge. Diverse Sensoren werden abgeklebt. Nur händisches Einparken ist erlaubt. Als Einparkhilfe darf nur die Mutti dirigieren", lacht Grosche.

Auch untersagt: Das Fahrzeug darf nicht in die Parklücke gehoben werden. Wer in Bestzeit einparkt, hat gewonnen - "ein goldenes Lenkrad und eine Parklücke in der Innenstadt".

Damit das Publikum alles genau beobachten, kommentieren und beklatschen kann, wird eine Tribüne aufgebaut und das ganze Spektakel witzig moderiert.

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Alle weiteren Informationen findest Du unter: saloppe.de.

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