Er soll noch in dieser Woche aufgestellt werden: Das sollte Erfurts Weihnachtsbaum erfüllen

Erfurt - Noch in dieser Woche soll der Baum für den Weihnachtsmarkt auf dem Erfurter Domplatz aufgestellt werden. Dabei sollten bestimmte Kriterien erfüllt werden.

Laut Marktleiter Sven Kaestner von der Erfurter Kulturdirektion muss die "Gesamtgestaltung" mit Pyramide, Riesenrad, Dom und Severikirche passen. (Archivbild)
Laut Marktleiter Sven Kaestner von der Erfurter Kulturdirektion muss die "Gesamtgestaltung" mit Pyramide, Riesenrad, Dom und Severikirche passen. (Archivbild)  © Sebastian Kahnert/dpa

Was wäre Weihnachten in Thüringens Landeshauptstadt ohne Baum auf dem Domplatz?

Das wäre wohl wie Bratwurst ohne Senf oder ohne Ketchup - je nachdem. Der Baum zählt jedenfalls auch beim Erfurter Weihnachtsmarkt, der vor Kurzem erst von einem Vergleichsportal zum schönsten Weihnachtsmarkt Deutschlands ausgewählt wurde, zum sogenannten i-Tüpfelchen.

In diesem Jahr soll der Markt auf dem Domplatz nach Angaben der Stadt Erfurt von einer rund 23 Meter hohen Rotfichte geschmückt werden. Noch steht der Baum in einem Wald bei Gehren, teilte die Stadt am Donnerstag mit.

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Doch von dort soll die Fichte bereits am morgigen Freitag nach Erfurt transportiert und am Samstag (11. November) ab 15.30 Uhr aufgestellt werden.

Allerdings wird der Baum nicht einfach nach Lust und Laune ausgewählt. Nein, es sollten schon bestimmte Kriterien erfüllt werden.

Wenn der Baum plötzlich zwei Spitzen hat ...

Manch einer erinnert sich sicherlich noch an "Rupfi" - die lichte Fichte, die über Erfurt, nein, über Thüringen hinaus Bekanntheit erlangte. (Archivbild)
Manch einer erinnert sich sicherlich noch an "Rupfi" - die lichte Fichte, die über Erfurt, nein, über Thüringen hinaus Bekanntheit erlangte. (Archivbild)  © Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

Ausgewählt wird der Weihnachtsbaum für den Domplatz von der Erfurter Kulturdirektion. "Wir wenden uns zunächst an Thüringen Forst, weil es uns wichtig ist, regionale Bäume zu wählen", berichtet Marktleiter Sven Kaestner von der Erfurter Kulturdirektion laut Stadt.

Zudem werde man von einer Baumschule unterstützt, die Vorschläge mache, so Kaestner weiter.

Nach Angaben der Stadt werden auch Bäume von Privat- oder von Firmengeländen regelmäßig angeboten. "Oft stehen die dann hinter einem Haus, sodass die Kosten für den Kran am Ende zu hoch sind, oder haben bei genauerem Hinsehen zwei Spitzen", räumt Kaestner ein.

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Grundsätzlich sollte der Baum laut Stadt möglichst einzeln stehen und gut zu transportieren sein. In diesem Jahr seien insbesondere Rot- und Weißfichten in der Auswahl gewesen.

"Natürlich würden wir auch eine Nordmanntanne nehmen, aber große Nordmänner gibt es kaum noch", weist Kästner in einer entsprechenden Mitteilung der Stadt hin.

Kästner: "Wäre der Baum kleiner, wäre das optisch nicht stimmig"

Auch die Höhe spielt eine Rolle. Laut Stadt sollten es ungefähr 23 bis 27 Meter sein. Kästner weist in diesem Zusammenhang auf die "Gesamtgestaltung" mit Pyramide, Riesenrad, Dom und Severikirche hin. Wäre der Baum kleiner, wäre das laut dem Marktleiter von der Erfurter Kulturdirektion "optisch nicht stimmig".

Und beim Transport muss dann schließlich auch das ein oder andere beachtet werden.

Die Rotfichte (M.) für den Erfurter Weihnachtsmarkt steht in einem Wald bei Gehren. Das Nadelkleid scheint - auf den ersten Blick - ausreichend zu sein.
Die Rotfichte (M.) für den Erfurter Weihnachtsmarkt steht in einem Wald bei Gehren. Das Nadelkleid scheint - auf den ersten Blick - ausreichend zu sein.  © Stadtverwaltung Erfurt/Anja Schultz

Noch ein kleiner Hinweis zum Samstag: Laut Stadt sind alle Erfurterinnen und Erfurter herzlich eingeladen, den diesjährigen Weihnachtsbaum zu begrüßen. Musik, Glühwein und Bratwurst sollen die Wartezeit verkürzen.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa

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