70-Jährige sticht am Eisernen Steg auf Ex-Partnerin ihres Sohnes ein
Von Isabell Scheuplein
Frankfurt am Main - Bei einem Messerangriff am Eisernen Steg am Sonntagnachmittag in Frankfurt ist eine 37-jährige Frau verletzt worden. Tatverdächtig ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft die Mutter des früheren Partners der Frau.
Demnach soll die 70-Jährige ihr Opfer zuvor bereits in der Innenstadt verfolgt haben. Schließlich habe die deutsche Staatsangehörige die 37-Jährige an den Haaren gezogen und mit einem Messer angegriffen, teilt die Staatsanwaltschaft mit. Das Opfer erlitt demnach oberflächliche Schnittverletzungen im Hals- und Gesichtsbereich.
Dem Begleiter des Opfers gelang es den Angaben zufolge gemeinsam mit einem anderen Mann, die Tatverdächtige von der 37-Jährigen zu trennen und bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten.
Polizisten nahmen die Angreiferin widerstandslos fest, sie befindet sich den Angaben zufolge in Untersuchungshaft.
Gleiches gilt laut Staatsanwaltschaft für ihren 47 Jahre alten, ebenfalls deutschen Sohn, der die Tat mit vorbereitet und koordiniert habe. Gegen beide hatte die 37-Jährige zuvor bereits gerichtliche Kontakt- und Annäherungsverbote erwirkt.
Mit Schusswaffe festgenommen: Wollte auch der Sohn seine frühere Partnerin töten?
Der ehemalige Partner der Frau wurde laut Polizei am Montag kurz vor Mitternacht festgenommen. Er hatte eine scharfe Schusswaffe dabei sowie Munition und ein Messer.
Da Polizisten ihn festnehmen wollten, beobachteten sie laut Staatsanwaltschaft, dass sich der Mann mit seinem Fahrzeug zunächst in Richtung der Wohnung seiner Ex-Partnerin begab, sich dann jedoch entfernte.
Ein Haftrichter erließ gegen die Tatverdächtigen Haftbefehl wegen gemeinschaftlich versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung, wie die Staatsanwaltschaft mitteilt.
Titelfoto: Arne Dedert/dpa
