Frankfurt: Ziviles Polizei-Auto bei Verfolgungsjagd auf A66 demoliert

Frankfurt am Main - Eine Polizeistreife in Zivil lieferte sich mit einem Audi eine wilde Verfolgungsjagd auf der A66 bei Frankfurt: Am Ende kam es zum Crash, zwei Männer wurden festgenommen.

Polizei-Einsatz auf der A66 bei Frankfurt am Main: Die Beamten nahmen nach einer Verfolgungsfahrt zwei Männer fest.
Polizei-Einsatz auf der A66 bei Frankfurt am Main: Die Beamten nahmen nach einer Verfolgungsfahrt zwei Männer fest.  © 5vision.media

Die Verfolgungsfahrt mit Unfall nahm am gestrigen Dienstag gegen 15.30 Uhr ihren Anfang auf der Bundesstraße 40, wie das Polizeipräsidium Frankfurt am Main am heutigen Mittwochvormittag mitteilte.

Demnach fiel den in einem zivilen BMW fahrenden Beamten ein schwarzer Audi auf, der auf der B40 in einem Baustellenbereich deutlich zu schnell unterwegs war: Ein Messgerät der Polizisten zeigte mehr als 60 km/h über dem Limit an!

"Darüber hinaus fuhr er viel zu dicht auf vor ihm fahrende Autos auf und überholte mehrfach rechts", schilderte ein Sprecher das rücksichtslose Verhalten des Audi-Fahrers weiter.

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Als der Wagen schließlich auf die A66 auffuhr, entschied sich die Polizeistreife zum Eingreifen. Sie setzten sich mit ihrem BMW vor den Audi und lotsten ihn mit dem Anhalte-Signal "Polizei – bitte folgen" in Richtung der Anschlussstelle Frankfurt-Zeilsheim.

Doch der Audi-Fahrer hatte keineswegs vor, sich kontrollieren zu lassen. Kurz vor dem Erreichen der Anschlussstelle trat er aufs Gaspedal, beschleunigte seinen Wagen stark und zog über den Standstreifen an dem zivilen Polizeiauto vorbei.

Fahrer ohne Führerschein, Beifahrer per Haftbefehl gesucht

Das Bild zeigt den am Heck beschädigten zivilen Polizeiwagen, hinten rechts ist der schwarze Audi zu sehen, den die Beamten auf der A66 verfolgt hatten.
Das Bild zeigt den am Heck beschädigten zivilen Polizeiwagen, hinten rechts ist der schwarze Audi zu sehen, den die Beamten auf der A66 verfolgt hatten.  © 5vision.media

Die Streife setzte umgehend zur Verfolgung an. Den Beamten kam zugute, dass der Audi-Fahrer durch den vor ihm fahrenden Verkehr behindert wurde, auch wenn er dies "durch Überholen auf dem Standstreifen zu vermeiden versuchte", wie der Polizeisprecher erklärte.

Es gelang der Streife, sich mit ihrem Wagen vor den Audi zu setzen, dabei kam es zum Crash: Das Flucht-Auto donnerte in den vorausfahrenden zivilen Einsatzwagen. Fotos zeigen, dass der BMW schwer am Heck beschädigt wurde.

Der Audi geriet nach dem Zusammenstoß ins Schaudern und kam zum Stehen. Die unverletzten Polizisten nahmen die beiden Insassen sofort fest. Dabei handelte es sich um den 34 Jahre alten Fahrer sowie dessen 42-jährigen Beifahrer.

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Die weiteren Ermittlungen zeigten, weshalb das Duo derart waghalsig versucht hatte, vor der Polizei zu fliehen: Der Fahrer hat keinen gültigen Führerschein. Zudem besteht der Verdacht, dass er unter Drogeneinfluss am Steuer des Audis saß. Sein 42 Jahre alter Beifahrer wurde wegen Drogendelikten per Haftbefehl gesucht.

Vorsorglich wurden beide Männer zunächst zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Der 34-Jährige konnte dieses nach einer Blutentnahme wieder verlassen, der 42-Jährige hingegen kam in eine Haftzelle des Frankfurter Polizeipräsidiums.

Die Polizei schätzt den bei dem Unfall entstandenen Sachschaden auf etwa 20.000 Euro, die Ermittlungen dauern an.

Titelfoto: 5vision.media

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