Pflegerin festgenommen: Verdacht auf dreifachen Mordversuch

Von Jenny Tobien

Frankfurt am Main/Main-Taunus-Kreis - Wegen des Verdachts des dreifachen versuchten Mordes ist eine Pflegekraft festgenommen worden.

Die Frau hatte bei den Patienten die Pulsoximeter zur Kontrolle von Puls und Sauerstoffsättigung des Blutes entfernt. (Symbolbild)
Die Frau hatte bei den Patienten die Pulsoximeter zur Kontrolle von Puls und Sauerstoffsättigung des Blutes entfernt. (Symbolbild)  © 123rf/romanzaiets

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Frankfurt war die 53-jährige Beschuldigte in einer Seniorenresidenz im Main-Taunus-Kreis beschäftigt, wo sie sich um Wachkomapatienten gekümmert hat.

Der Deutschen wird vorgeworfen, in mindestens zwei Nachtdiensten im Februar 2025 an drei Wachkomapatienten die Pulsoximeter entfernt zu haben, "um während ihrer Nachtschicht nicht durch optische oder akustische Alarmsignale gestört und zu pflegerischen Handlungen veranlasst zu werden".

Dabei soll die Frau jeweils den Tod der Patienten "zumindest billigend in Kauf genommen haben". Zudem soll ihr auch bewusst gewesen sein, dass sich der Zustand der Patienten unmittelbar lebensbedrohlich verändern könnte.

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Mit dem sogenannten Pulsoximeter werden den Angaben zufolge Puls und Sauerstoffsättigung des peripheren Blutes registriert und kontrolliert. Das Gerät wird üblicherweise am Finger angebracht.

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt jetzt wegen des Verdachts des dreifachen versuchten Mordes
Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt jetzt wegen des Verdachts des dreifachen versuchten Mordes  © Boris Rössler/dpa

Beschuldigte war für Station mit Wachkoma-Patienten verantwortlich

Laut Staatsanwaltschaft verantwortete die Beschuldigte eine Station, auf der sich insbesondere Patienten befanden, die teilweise seit mehreren Jahren in einem Wachkoma-Zustand sind und die Umgebung nicht bewusst wahrnehmen oder kommunizieren können.

Neben der Festnahme wurde laut der Ermittlungsbehörde am heutigen Vormittag auch ein Durchsuchungsbefehl vollstreckt, um Beweismittel sicherzustellen. Zudem sei ein Berufsverbot für die Pflegerin angeordnet worden, hieß es.

Titelfoto: 123rf/romanzaiets

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