Frankfurt am Main - Ein Mehrfamilienhaus stand in Flammen, insgesamt sechs Menschen wurden verletzt, zwei davon schwer. Das Feuer im Frankfurter Stadtteil Gallus geht eventuell auf Brandstiftung zurück: Die Polizei hat einen 55-jährigen Mann festgenommen!
Der Verdächtige sei der Inhaber der Wohnung, in welcher der Brand mutmaßlich entstand, teilte das Polizeipräsidium Frankfurt am Donnerstag mit.
Welche konkreten Verdachtsmomente gegen den 55-Jährige vorliegen, wurde nicht mitgeteilt. Diese müssen aber relevant sein, denn der Verdächtige soll schon bald einem Haftrichter vorgeführt werden, wie ein Sprecher betonte.
"Die Brandursache ist nun Gegenstand der kriminalpolizeilichen Ermittlungen", hieß es weiter.
Der Brand brach am Mittwoch gegen 13.15 Uhr im zweiten Stock eines Mehrfamilienhauses in der Schwalbacher Straße aus. Die Flammen griffen auf den dritten Stock und das Dach über.
"Die Rettungs- und Löscharbeiten zogen sich über mehrere Stunden hin", ergänzte der Polizeisprecher. Die Schwalbacher Straße wurde für die Löscharbeiten gesperrt.
Wohnhausbrand in Frankfurt-Gallus löst Großeinsatz aus
Laut Frankfurter Feuerwehr rückten wegen des Brands in Frankfurt-Gallus insgesamt rund 200 Einsatzkräfte aus. Mehrere Menschen mussten mittels einer Drehleiter aus dem brennenden Wohnhaus gerettet werden.
Die Löscharbeiten waren wegen der starken Ausbreitung von Feuer und Rauch schwierig. Ebenso setzte die hohe Außentemperatur den Brandbekämpfern zu. Die Sommerhitze erforderte "einen häufigen Wechsel an Personal", erklärte ein Feuerwehrsprecher.
Durch den hohen Personalaufwand gelang es der Frankfurter Feuerwehr, ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Häuser zu verhindern.
"Das Wohnhaus ist derzeit nicht mehr bewohnbar", berichtete der Polizeisprecher am Donnerstag noch. Der entstandene Sachschaden werden auf einen mittleren sechsstelligen Betrag geschätzt.