E-Scooter in Frankfurt: Bald weniger Anbieter und weniger Roller

Frankfurt am Main - Die Zahl der Verleih-E-Scooter in Frankfurt wird voraussichtlich vom Sommer an deutlich reduziert, auch die Anzahl der Anbieter soll sich verringern. Dies sind die Ziele der neuen Regulierungen, welche die Stadtverwaltung am Donnerstag bekannt gab.

E-Scooter verschiedener Anbieter stehen in der Frankfurter City: Die Stadtverwaltung hat am Donnerstag neue Regeln für die Leih-Roller vorgestellt.  © Boris Roessler/dpa

Gegenwärtig bieten fünf Anbieter in der Stadt E-Scooter zum Verleih an. "Voraussichtlich ab März kommt ein sechster hinzu", ergänzte ein Sprecher. Ebenso sei aktuell die Gesamtzahl der Leih-Roller im Stadtgebiet auf maximal 12.000 begrenzt.

Vom Sommer an sollen aber nur noch höchstens drei Anbieter in Frankfurt ihre Scooter verleihen dürfen. Auch soll die Gesamtzahl der gewerblichen Roller im Stadtgebiet auf dann nur noch 10.500 reduziert werden, die Menge soll gleichmäßig auf alle drei Anbieter aufgeteilt werden.

Auf Basis des hessischen Straßengesetzes gelte vom Juli an, dass nur noch solche Anbieter in Frankfurt tätig sein dürften, die vom Magistrat eine "Sondernutzungserlaubnis" erhalten haben.

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Die Erteilung dieser Erlaubnis soll demnach vom 1. Juli an "anhand eines transparenten Auswahlverfahrens an Anbieter erteilt werden", erklärte Michaela C. Kraft, die Leiterin des städtischen Amtes für Straßenbau und Erschließung.

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Frankfurts Mobilitätsdezernent: "Gewerbliche E-Scooter klar regeln und konsequent steuern"

In der Stadt gibt es bereits mehr als 160 speziell markierte Abstell-Flächen für E-Scooter.  © Boris Roessler/dpa

Die Sondernutzungserlaubnis werde nur erteilt, wenn ein Anbieter in seinen Bewerbungsunterlagen konkret darlege, wie die Sicherheit im fließenden Verkehr und beim Abstellen der Scooter im öffentlichen Raum gewährleistet, ein rücksichtsvolles Nutzungsverhalten gefördert, Daten strukturiert verwaltet und Beschwerden verlässlich bearbeitet werden.

"Im stark verdichteten Frankfurt müssen wir gewerbliche E-Scooter klar regeln und konsequent steuern", betonte Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert (56, Grüne).

Das verschärfte Auswahlverfahren und die um rund zwölf Prozent reduzierte Obergrenze für die Gesamtzahl der Roller sollten für "deutlich mehr Ordnung und spürbare Entlastung auf Straßen und Gehwegen" sorgen.

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