Wiesbaden/Frankfurt am Main - Die Ermittlungen richten sich gegen 61 Männer und zwei Frauen, die Beschuldigten sind zwischen 15 und 79 Jahren alt: Die Polizei ist mit einer groß angelegten Aktion gegen Kindesmissbrauch und Kinderpornografie in Hessen vorgegangen!
Die Razzien fanden bereits in der zurückliegenden Woche statt, wie die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das Hessische Landeskriminalamt am Mittwoch gemeinsam mitteilten.
Demnach kam es zu Durchsuchungen in Frankfurt, Darmstadt, Hanau, Kassel, Offenbach und Wiesbaden. "Außerdem in den Landkreisen Bergstraße, Darmstadt-Dieburg, Fulda, Groß-Gerau, Gießen, Limburg-Weilburg, Main-Kinzig, Offenbach, Schwalm-Eder und Wetterau", wie ein Sprecher erklärte.
Insgesamt wurden 63 Wohnungen und Häuser durchsucht und rund 400 Datenträger sichergestellt, die nun ausgewertet werden sollen.
Den Beschuldigten werde "überwiegend Herstellung, Besitz und Verbreitung von Kinder- und Jugendpornografie zur Last gelegt", hieß es weiter.
Spezielle Ermittlungseinheit zur "Bekämpfung sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen"
In acht Fällen stehe auch der "Vorwurf des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen im Raum". Gegenwärtig gehen die Ermittler davon aus, dass die Verdächtigen untereinander nicht im Austausch stehen. In zwei Fällen wurden zudem illegale Drogen entdeckt.
Der groß angelegte Einsatz war eine "Schwerpunktmaßnahme zur Bekämpfung sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen", fügte der Sprecher noch hinzu.
Koordiniert wurde die hessenweite Aktion über die Einheit "FOCUS", deren Ziel es sei, "polizeiliche Maßnahmen gegen Kindesmissbrauch und Kinderpornografie in Hessen zu bündeln und zu intensiveren".
In der ersten Hälfte des Jahres seien bereits mehr als 700 Durchsuchungen in dem Bundesland erfolgt. Dabei wurden bei knapp 720 Beschuldigten mehr als 8000 Datenträger sichergestellt. Ebenso wurden zehn Haftbefehle vollstreckt.