Anschlag auf Grundstück von AfD-Politikerin! Staatsschutz ermittelt

Hamburg - Die Polizei sucht Zeugen: Am vergangenen Freitag und in der Nacht zum heutigen Montag haben Unbekannte in Hamburg Anschläge auf das Grundstück von AfD-Politikerin Nicole Jordan (50) begangen.

In den vergangenen Tagen gab es in Hamburg gleich zwei Anschläge auf das Grundstück von AfD-Politikerin Nicole Jordan (50).
In den vergangenen Tagen gab es in Hamburg gleich zwei Anschläge auf das Grundstück von AfD-Politikerin Nicole Jordan (50).  © NEWS5 / René Schröder

Laut der Polizei warfen die Täter nach derzeitigen Erkenntnissen unter anderem Gläser mit übelriechendem Inhalt und auch Farbe auf das Grundstück am Ernst-August-Stieg, das der Bezirkschefin gehört.

Darüber hinaus wurde die Pforte zum Grundstück mit Bauschaum überzogen. Die Taten wurden demnach am Freitagabend um 23.45 Uhr sowie am heutigen Montagmorgen um 7.20 Uhr festgestellt.

Sofort eingeleitete Fahndungen mit mehreren Streifenwagen führten an beiden Tagen nicht zur Identifizierung von Tatverdächtigen.

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Deshalb suchen die Ermittler nun nach Zeugen. Hinweise auf Verdächtige oder zu den Taten werden unter der Rufnummer 040/4286-56789 oder an einer Polizeidienststelle entgegengenommen.

AfD-Politikerin Nicole Jordan: "Werde mich nicht einschüchtern lassen"

Die Bezirkschefin verdeutlichte in einer Stellungnahme, dass sie sich nicht einschüchtern lassen werde. Als Täter beschuldigte sie Mitglieder der Antifa. (Archivfoto)
Die Bezirkschefin verdeutlichte in einer Stellungnahme, dass sie sich nicht einschüchtern lassen werde. Als Täter beschuldigte sie Mitglieder der Antifa. (Archivfoto)  © Markus Scholz/dpa

AfD-Politikerin Jordan selbst meldete sich auf ihrer Website zu Wort, beschuldigte Mitglieder der Hamburger Antifa, hinter den Anschlägen zu stecken.

"Ich werde mich von diesen antidemokratischen und verbrecherischen Aktionen nicht einschüchtern lassen, sondern mein Handeln weiter darauf ausrichten, dass Hamburg einen politischen Wandel durch die AfD erlebt", verdeutlichte sie.

Allein seit dem 9. Juni sei das bereits der dritte Anschlag gewesen, führte die 50-Jährige aus. "Der Staatsschutz muss endlich gegen diese Verbrecher ermitteln und diese Antidemokraten zur Rechenschaft ziehen", forderte Jordan.

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Schuld an den Anschlägen seien aber auch "die etablierten Partien", die mithilfe der Medien täglich Hass verbreiten würden, befand die Bezirkschefin. "Sie alle haben Angst vor einer ständig wachsenden AfD, die ihre Mandate, ihren Einfluss und ihre Macht gefährden würde", urteilte die Politikerin abschließend.

Titelfoto: NEWS5 / René Schröder

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