Hamburg - Der Warnstreik der Gewerkschaft Verdi hat in der Nacht zu Donnerstag begonnen. Busse und U-Bahnen stehen in Hamburg für 24 Stunden still. Am Samstag steht schon der nächste Streik an.
Wie die Hochbahn auf der Website des Unternehmens mitteilt, sei ein U-Bahn-Betrieb am Donnerstag nicht möglich. Immerhin konnte auf folgenden Buslinien ein Notbetrieb aufgenommen werden:
Linie 4: alle 30 Minuten
Linie 5: alle 15 Minuten
Linie 7: alle 10 Minuten
Linie 23: alle 30 Minuten
Linie 24: alle 20 Minuten
Linie 25: alle 40 Minuten
Linie 26: alle 20 Minuten
Linie 43: planmäßig
Linie 150: alle 60 Minuten
Linie 250: alle 60 Minuten
Auch Nachtfahrten sind vom Streik betroffen. Schulbusse verkehren hingegen regulär. Die S-Bahn, Fähren der HADAG und Regionalbahnen sind nicht vom Streik betroffen.
Der Busbetrieb soll mit Streikende am Freitagmorgen um 3 Uhr wieder regulär aufgenommen werden. Bei den U-Bahnen sei laut Hochbahn am Freitag noch bis in die frühen Morgenstunden mit Verzögerungen zu rechnen.
Nächster Streik für Samstag angekündigt
Am Wochenende dürfte es zu einer ähnlichen Situation kommen. Nach ergebnislosen Verhandlungsrunden bei der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH (VHH) und der Hamburger Hochbahn AG rufe Verdi die Beschäftigten beider Unternehmen für Samstag erneut zu einem 24-stündigen Warnstreik auf, teilte die Gewerkschaft mit.
"Die Tarifverhandlungen im ÖPNV sind festgefahren wie nie. Das liegt auch am Sparkurs des Senats. Die Stadt ist Eigentümerin – deshalb muss sie jetzt von der Bremse gehen und den Weg für eine Einigung freimachen. Ansonsten ist es völlig sinnlos, sich weiter an Verhandlungstischen zu verausgaben", wird Irene Hatzidimou, stellvertretende Fachbereichsleiterin der Gewerkschaft, in der Mitteilung zitiert.
Die Beschäftigten sollen ab 3 Uhr in der Nacht zu Samstag für 24 Stunden die Arbeit niederlegen.
Von der Hamburger Hochbahn AG gab es zum erneuten Streikaufruf scharfe Kritik. "Verdi handelt unverantwortlich und wir fordern die Gewerkschaft auf, Lösungen am Verhandlungstisch zu finden. Die Gewerkschaft trägt die Verantwortung dafür, dass Hamburg mittlerweile zum achten Mal nahezu still steht", so Personalvorständin und Arbeitsdirektorin Saskia Heidenberger.
Der Streik sei insbesondere deshalb überzogen, weil die nächsten Verhandlungstermine bereits für den 23. und 24. März angesetzt seien, heißt es in einer Stellungnahme des Unternehmens.
Die Hochbahn rät Fahrgästen, sich auf der Website, den Social-Media-Kanälen und in der HVV-App auf dem Laufenden zu halten.
Erstmeldung um 7.13 Uhr, zuletzt aktualisiert um 11.31 Uhr.