Hamburg - Das beliebte Katzen-Café und vegane Deli "Katers Köök" im Hamburger Schanzenviertel wird diesen Sommer seine Pforten für immer schließen. Wieso und was passiert mit den sechs Vierbeinern, die dort ihr Zuhause gefunden haben?
"Es bricht uns das Herz, aber wir können nicht mehr", schrieb das Team des besonderen Bistros am Montag in seinem Statement auf Instagram.
Sandra, Rilana (Lani) und Sören, das dreiköpfige Führungsteam, wird sein Katzen-Café zum 22. Juni 2026 schließen.
Die Gründe für das Aus: Selbstständig in der Gastronomie tätig zu sein, sei in vielerlei Hinsicht enorm kräftezehrend. "Permanenter Stress und sich Sorgen machen. Inflation, Krisen, Mangel an (gutem) Personal", zählen die Verantwortlichen als Argumente gegen die Fortführung auf.
Doch daneben sei das Team ebenso von einem gesundheitlichen Schicksalsschlag getroffen worden. Sandra habe krankheitsbedingt im vergangenen Jahr die Geschäftsführung abgeben müssen.
Alles in allem sei es einfach zu viel Verantwortung, die inzwischen auf zu wenigen Schultern laste. "Dies hat große Spuren hinterlassen. Wir haben ein megatolles Team, kommen aber leider an unsere Grenzen."
Sechs Katzen suchen ein neues Zuhause
Da das "Katers Köök" mehr gewesen sei als nur ein Deli, suche man niemanden, der das Konzept weiterführt, sondern habe gemeinsam entschieden, das Projekt zu beenden. "Wir wollen es so in Erinnerungen behalten, wie wir es geführt haben", so das Team.
Für die sechs Katzen, die aus Tierheimen in Europa stammen und ihr neues Zuhause in den Räumlichkeiten am Kleinen Schäferkamp gefunden hatten, werde zeitnah eine neue, liebevolle Bleibe gesucht.
Weitere Infos zur Vermittlung der Fellnasen soll in den nächsten Tagen oder Wochen folgen, schrieb die Geschäftsführung.
Seit 2022 gibt es das "Katers Köök" bereits in Eimsbüttel. Das Team servierte in seinem tierischen Deli ausschließlich vegane Speisen und Getränke, beherbergte insgesamt elf Katzen aus dem Tierschutz und leistete zudem Aufklärungsarbeit.
Bis zum 21. Juni hat das Deli weiterhin geöffnet. Danach schließe man es "schweren Herzens".