Hamburg - Sie gilt als die härteste Kneipe Deutschlands: der "Elbschlosskeller" auf St. Pauli in Hamburg. Bereits seit Jahren verfolgt das Kult-Lokal eine kuriose Tradition.
Zwei Bierkrüge und eine Bierflasche. Darüber eine Krone, auf der das Symbol eines Ankers prangt. Dazu die Buchstaben "ESK". Die Rede ist vom Logo der kultigen Kiez-Bar.
Und wer sich das Logo des Lokals doch tatsächlich auf den Körper tätowieren lässt, darf sich ganz traditionell am Tresen eine Kiste Bier aufs Haus abholen. Zusätzlich kann sich die Person in Zukunft als "Kellerkind" bezeichnen.
Am Dienstag teilte die Bar auf Instagram ein Foto eines ganz neuen Mitglieds: Ein sehr junger Gast der Kneipe präsentierte dabei stolz seine neueste Tätowierung am Schienbein.
"Mit Wundwasser und Blut und Blut unter der Folie, also ganz frisch gestochen, kam dieses neugeborene Kellerkind zu uns an den Tresen, um die versprochene Kiste Bier einzufordern", heißt es zu dem Bild.
Während der Gast stolz sein neues Tattoo in die Kamera hält, gibt es jedoch ein Detail auf dem Foto, das vor allem Fans in den Kommentaren stutzig werden lässt: Statt reichlich Drinks steht neben dem Gast lediglich eine Flasche alkoholfreies Bier.
Der "Elbschlosskeller" auf St. Pauli in Hamburg ist seit 74 Jahren durchgehend geöffnet
"Respekt: 0,0", kommentiert ein Nutzer unter dem Bild. "Dieses alkoholfreie Bier triggert mich gerade am meisten", so ein anderer User. "Bei euch gibt es alkoholfreies Bier?", schreibt ein anderer überrascht. Schließlich ist die Kneipe eher für feuchtfröhliche Exzesse statt für einen gemütlichen Abend bekannt.
Die versprochene Kiste Bier für seine Tätowierung soll dem Gast dennoch übergeben worden sein: "Sehr gerne haben wir diese herausgegeben und uns extrem über diese Interpretation des Logos gefreut. Wir sagen herzlich willkommen, Kellerkind", schreibt das Lokal weiter zu dem Bild.
Die Kneipe existiert bereits seit 1952. Ihr Aushängeschild: Das Lokal hat rund um die Uhr geöffnet. Elbschlosskeller-Chef Daniel Schmidt (40) schmeißt den Laden bereits seit 25 Jahren und betreibt die Bar mittlerweile in dritter Generation.