Hamburgs neue Sternbrücke: Koloss am Ziel angekommen

Von Stefan Flomm

Hamburg - Außergewöhnlicher Anblick: Die neue Sternbrücke wurde durch das Herz Hamburgs zu ihrem Ziel gebracht.

Der Transport der neuen Sternbrücke wurde in der Nacht zu Freitag abgeschlossen.  © Christian Charisius/dpa

Die neue Sternbrücke ist eingebaut. Nachdem der 3700-Tonnen-Koloss in der Nacht zu Freitag die letzten etwa 500 Meter entlang der Max-Brauer-Allee hinter sich gebracht hatte, gelang auch der anschließende Einhub des 108 Meter langen und 21 Meter breiten Bauwerks.

Ursprünglich hätten die Arbeiten schon am Donnerstagabend beendet sein sollen. Probleme auf dem Transportweg hatten den Zeitplan dann aber durcheinander gebracht.

Bewegt wurde der Stahlkoloss auf 48 sogenannten SPMT - die Abkürzung steht für Self-Propelled Modular Transporter (selbstfahrender Modultransporter).

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Auf insgesamt 1.088 Rädern, die um 360 Grad drehbar sind, ging es durch das Herz Hamburgs. Die Max-Brauer-Allee wurde dafür durchschnittlich um etwa 60 Zentimeter aufgeschüttet und mit Stahlplatten verstärkt. Entlang des Weges wurden Laternen abgesägt, das Vordach einer Tankstelle gekappt und 86 Bäume gefällt.

Die maximale Geschwindigkeit des Transports beträgt einen Kilometer pro Stunde.

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Für den Transport der Sternbrücke wurden 86 Bäume gefällt

Bewegt wurde der Stahlkoloss auf selbstfahrenden Modultransportern und insgesamt 1088 Rädern.  © Christian Charisius/dpa

Zu den Restarbeiten bis zur vorgesehenen Freigabe der neuen Brücke Ende August gehören nun die Aufbringung des Schotters sowie die Montage der Schienen, der Oberleitungen und der Signale.

Dann sollen pro Tag wieder etwa 1.000 Züge auf der sogenannten Verbindungsbahn unterwegs sein. Laut Verkehrssenator Anjes Tjarks (45, Grüne) sind täglich etwa 90.000 Menschen in den Zügen unterwegs. Dazu kämen etwa 23.000 Autos und gut 5000 Radfahrer, die unter der Brücke fahren.

Tjarks bezeichnete die neue Bahnüberführung im Bezirk Altona als "einen zentralen Punkt im europäischen Bahnnetz und auch in unserer Stadt" und nannte die Projektarbeit der Bahntochter InfraGo sowie der beteiligten Firmen eine "Koordinierungsleistung der Extraklasse".

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Die neue Sternbrücke sei eine "Landmark für das Schanzenviertel für die nächsten 100 Jahre". Das Bauwerk habe die Chance, ein Wahrzeichen für die Hansestadt zu werden.

An dem Ersatzbau der etwa 100 Jahre alten Vorgängerbrücke, die laut Tjarks als nicht mehr reparabel galt, hatte es immer wieder Kritik gegeben. So verloren unter anderem Musikclubs, die unter dem alten Bauwerk untergebracht waren, ihre Heimat. Die neue Sternbrücke könne nach Ansicht des Verkehrssenators nach der Wiederherstellung der Max-Brauer-Allee wieder zu einem Kulturraum werden.

Dafür solle auch eine besondere Beleuchtung sorgen. Tjarks sagte: "Bis dahin ist es noch ein Weg, aber wir sind dabei."

Erstmeldung am 30. Juli um 13.31 Uhr, zuletzt aktualisiert am 31. Juli um 7.02 Uhr.

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