Plötzlich giftgrünes Wasser in Hamburgs Brunnen: Was steckt dahinter?

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Von Christiane Bosch

Hamburg - Mit leuchtend grünem Wasser in mehreren Hamburger Brunnen haben die Klimaaktivisten von Extinction Rebellion gegen die Gaspolitik der Regierung protestiert.

Das Wasser von Springbrunnen des Parks Planten un Blomen ist am Donnerstag plötzlich grün gefärbt.
Das Wasser von Springbrunnen des Parks Planten un Blomen ist am Donnerstag plötzlich grün gefärbt.  © Bodo Marks/dpa

Dafür hat die Gruppe eigenen Angaben zufolge am Morgen vier Brunnen in der Innenstadt sowie Wasserbecken in den Wallanlagen mit dem ungiftigen Farbstoff Uranin eingefärbt.

Mit den Aktionen in Hamburg und einem Dutzend weiteren deutschen Städten will die Gruppe eigenen Angaben zufolge gegen die konzernfreundliche Gaspolitik und das "Greenwashing" von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche protestieren.

Extinction Rebellion bezeichnet es als Kunstaktion. Es gehe darum, auf den zerstörerischen Fokus auf Gas als Energieträger aufmerksam machen.

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Der fluoreszierende Farbstoff wird unter anderem zur Dichtheitsprüfung, als Köder im Angelsport und für Badesalze verwendet. Er verschwindet den Angaben zufolge in Abhängigkeit von der Intensität nach einigen Stunden beziehungsweise Tagen.

Polizei überprüft den Farbstoff

Das Wasser vom Vierländerin-Brunnen in der Innenstadt von Hamburg leuchtet nun giftig grün.
Das Wasser vom Vierländerin-Brunnen in der Innenstadt von Hamburg leuchtet nun giftig grün.  © Bodo Marks/dpa

Für die Brunnen sei eine geringe Menge von etwa 0,1 Gramm bis 1 Gramm pro 1000 Liter Wasser genutzt worden.

Der Polizei zufolge werde nun geprüft, was genau da eingeleitet wurde. Es gebe zunächst keine Hinweise darauf, dass es sich dabei um einen Stoff gehandelt hat, der die Gewässer strafrechtlich relevant verunreinigt hat.

In der vergangenen Woche hatte das Kabinett der Bundesregierung einen Gesetzentwurf zum Bau neuer Gaskraftwerke auf den Weg gebracht.

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Neue Gaskraftwerke sollen im Zuge des bis 2038 geplanten, schrittweisen Kohleausstiegs die Versorgungssicherheit mit Strom gewährleisten und künftig als Backups einspringen – in "Dunkelflauten" mit einer geringen Erzeugung aus Solar- und Windenergie.

Bis 2030 soll der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch auf 80 Prozent steigen. Im ersten Quartal 2026 lag der Anteil bei rund 53 Prozent.

Titelfoto: Bodo Marks/dpa

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