Schneechaos im Norden: Fernverkehr weiter massiv beeinträchtigt

Hamburg - Der Wintereinbruch sorgt für Chaos in Hamburg und dem Umland! Schnee und Glätte haben zahlreiche Unfälle und Straßensperrungen verursacht sowie den Bahnverkehr zum Erliegen gebracht.

Schneechaos auf den Straßen in Norddeutschland. Auch der Bahnverkehr ist massiv betroffen.  © Lars Penning/dpa

Wer zu Hause bleiben kann, der sollte das auch machen. Denn nicht nur zahlreiche Autofahrer geraten bei den Witterungsverhältnissen ins Schlingern. Auch der öffentliche Personennahverkehr geht in die Knie.

TAG24 berichtet im Liveticker über die Lage.

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10. Januar, 19.07 Uhr: Metronom-Züge schaffen es mitunter nicht bis ans Ziel

Zwar läuft der Regionalbahnverkehr beim Metronom wieder einigermaßen, allerdings kommt es dabei immer noch zu Problemen.

Wie das Unternehmen auf seiner Website mitteilte, schaffen es auf der Strecke von Hamburg nach Bremen nicht alle Züge bis ans Ziel.

Durch verschiedene, wetterbedingte Störungen müssen demnach einzelne Fahrten bereits in Rotenburg oder Oberneuland enden. In Richtung Hamburg wiederum beginnen die Züge dann erst in Rotenburg.

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Die Metronom-Züge auf der Strecke von Hamburg nach Bremen kommen nicht alle am Ziel an. (Symbolfoto)  © metronom Eisenbahngesellschaft mbH | © Florian Danker

10. Januar, 16.50 Uhr: Weiter Probleme im Nahverkehr in Schleswig-Holstein

Die Nahverkehrsgesellschaft des Landes Schleswig-Holstein (NAH.SH) rechnet trotz Beruhigung der Wetterlage weiterhin mit Problemen.

Schneeverwehungen und Bäume auf den Gleisen würden demnach weiter für starke Einschränkungen und Ausfälle im Nahverkehr sorgen. Es werde empfohlen, auf Fahrten mit dem ÖPNV zu verzichten.

Eine vollständige Wiederherstellung des verlässlichen Betrieb werde sich möglicherweise über mehrere Tage hinziehen, so die NAH.SH gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

10. Januar, 15.08 Uhr: Metronom-Züge nehmen Betrieb wieder auf

Während im Fernverkehr der Deutschen Bahn im Norden weiterhin nicht viel fährt, nehmen die Metronom-Züge den Betrieb langsam wieder auf. Auf einigen Strecken müssten aber noch Erkundungsfahrten durchgeführt werden, teilte das Regionalbahnunternehmen mit.

So sieht es auf den einzelnen Strecken aus:

RE3/RB31 Hamburg Hauptbahnhof - Uelzen Hauptbahnhof

  • Auf der Strecke Hamburg <> Uelzen ist der Betrieb mit voller Geschwindigkeit möglich. Hier werden nach und nach wieder mehr Züge eingesetzt.

RE4/RB41 Bremen Hauptbahnhof - Hamburg Hauptbahnhof

  • Auf der Strecke Bremen <> Hamburg fahren die Züge aktuell alle als Regionalbahnen, um alle Unterwegshalte bedienen zu können. Die Strecke ist auch wieder mit voller Geschwindigkeit befahrbar. Nach und nach können auf der Strecke auch wieder mehr Züge eingesetzt werden.

RE2, RE3/RB31 (Hamburg Hauptbahnhof -) Uelzen - Hannover Hauptbahnhof

  • Der Abschnitt Uelzen <> Hannover kann ebenfalls wieder befahren werden. Der Hauptbahnhof Hannover ist noch nicht vollständig befahrbar, hier kommt es zu Verspätungen. Die Strecke ist insgesamt wieder mit voller Geschwindigkeit befahrbar.

RE2 Hannover Hauptbahnhof - Göttingen Hauptbahnhof

  • Zwischen Hannover und Nordstemmen ist nach wie vor kein Betrieb möglich, da die Weichen und Anlagen zu stark vereist sind. Bei erwarteten Temperaturen von -15 Grad und mehr ist nicht damit zu rechnen, dass ein Betrieb am heutigen Tag möglich ist.
  • Auf der Strecke Göttingen <> Northeim wird derzeit ein Pendelverkehr mit Zügen der Linie RE2 angeboten.

10. Januar, 14.13 Uhr: Fernverkehr im Norden weiterhin stark beeinträchtigt

Wie die Deutsche Bahn mitteilte, ist der Fernverkehr im Norden auch am Samstag weiterhin stark beeinträchtigt. So wird der Betrieb auf einigen Strecken erst am Sonntag wieder aufgenommen.

Betroffen sind folgende Strecken:

  • Hannover <> Ruhrgebiet
  • Hannover/Hamburg <> Berlin
  • Hamburg <> Frankfurt / Würzburg
  • Kopenhagen <> Hamburg
  • Amsterdam <> Hannover
  • Westerland/Kiel <> Hamburg
  • Binz/Stralsund/Rostock <> Berlin
  • Norddeich/Emden <> Hannover / Ruhrgebiet

Die Fernverkehrszüge zwischen Hamburg und Nordrhein-Westfalen fahren, es kann aber zu Verspätungen und Ausfällen kommen.

Im Fernverkehr der Deutschen Bahn im Norden geht auch am Samstag weiterhin nicht viel. Auf einigen Strecken soll erst am Sonntag wieder gefahren werden.  © Julian Stratenschulte/dpa

10. Januar, 13.33 Uhr: Deutscher Wetterdienst warnt vor extremer Kälte

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für den Zeitraum von Samstag, 18 Uhr, bis Sonntag, 9 Uhr, eine amtliche Warnung vor strengem Frost ausgesprochen.

Es bestehe Gefahr durch erhebliche Frostschäden, Unterkühlung bei längerem Aufenthalt im Freien und einfrierende Wasserleitungen.

Längere Aufenthalte im Freien sollten vermieden werden.

Der DWD warnt vor langen Aufenthalten im Freien.  © Frank Molter/dpa

10. Januar 12.42 Uhr: Feuerwehr warnt vor herabfallenden Eiszapfen

An vielen Dächern in Hamburg und dem Umland bilden sich aufgrund der Witterung Eiszapfen, die laut Feuerwehrsprecher zur Lebensgefahr werden können. Die Polizei Hamburg gab eine Warnung über den WhatsApp-Kanal heraus.

"Bitte halten Sie Abstand, achten Sie auf sich und andere", heißt es in der Mitteilung der Polizei.

In den letzten 24 Stunden sei die Feuerwehr in der Hansestadt zu 178 Einsätze ausgerückt, hauptsächlich um Eiszapfen von den Dächern zu lösen. Es bestehe Lebensgefahr, sollte ein Eiszapfen einen Menschen treffen, so ein Sprecher der Feuerwehr gegenüber TAG24.

Die Feuerwehr musste zu etlichen Einsätzen ausrücken, um Eiszapfen von den Dächern zu lösen.  © Nonstopnews

10. Januar, 10.32 Uhr: Plan verworfen! Fernverkehr erst ab Samstagmittag

Eigentlich sollte der Fernverkehr im Norden ab 10 Uhr wieder rollen, doch die Deutsche Bahn musste zurückrudern. Die Züge sollen erst gegen Mittag wieder fahren.

10. Januar, 10.18 Uhr: S-Bahnen rollen im 20-Minuten-Takt

Am Samstag kehrt zumindest ein Stückchen Normalität zurück in den Hamburger S-Bahn-Verkehr. Alle Linien fahren wieder, allerdings nur im 20-Minuten-Takt.

Verlässliche Prognosen zum weiteren Betriebsverlauf seien derzeit nicht möglich, der Betrieb werde nach Möglichkeit aufrechterhalten, heißt es auf der Website.

Wer sich vor Fahrtantritt über den DB-Navigator oder die HVV-APP informieren möchte, bekommt derzeit keine verlässlichen Informationen. Durch die Menge der kurzfristigen Fahrplanänderungen in den Systemen ist die Verarbeitung verzögert.

Maßgeblich seien daher die Durchsagen des Personals vor Ort.

Nicht zwingend notwendigen Fahrten soll weiterhin vermieden werden.

10. Januar, 9.40 Uhr: Fernverkehr soll eingeschränkt wieder rollen

Auch bei der Deutschen Bahn kann aufgeatmet werden. Der Fernverkehr in Norddeutschland soll am Samstag schrittweise wieder aufgenommen werden. Der Bahnverkehr im Norden bleibe allerdings stark eingeschränkt, heißt es auf der Website.

Weiterhin sei mit Verspätungen und Zugausfällen zu rechnen.

Am Samstag ab 10 Uhr wird der Verkehr auf folgenden Strecken schrittweise wieder aufgenommen:

  • Hamburg - Berlin
  • Hamburg - Frankfurt / Würzburg
  • Hamburg - Ruhrgebiet
  • Hannover - Ruhrgebiet

Ab 12 Uhr sollen auch die Züge zwischen Hannover und Berlin wieder rollen.

Auf folgenden Strecken wird der Fernverkehr am Samstag wegen der Witterungsbedingungen noch nicht wieder aufgenommen:

  • Kopenhagen - Hamburg
  • Amsterdam - Hannover
  • Westerland/Kiel - Hamburg
  • Binz/Stralsund/Rostock - Berlin
  • Norddeich/Emden - Hannover / Ruhrgebiet

10. Januar, 7.54 Uhr: Auf den Sturm folgt klirrende Kälte

Das schlimmste scheint überstanden! Am Samstag soll der Wind im Binnenland rasch abflauen, an der Küste zumindest abschwächen. Bis zum frühen Nachmittag sei aber mit einzelnen Sturmböen zu rechnen, teilt der Deutsche Wetterdienst mit.

Stellenweise gibt es noch Schneeschauer mit Neuschneemengen zwischen einem und drei Zentimetern, an der Ostsee können es lokal bis zu zehn Zentimeter werden. An der Nordsee sind durch den Wind bis zum Mittag Schneeverwehungen wahrscheinlich.

Das Tief bringt zudem eine zunehmend kalte Luftmasse polaren Ursprungs nach Schleswig-Holstein und Hamburg. Während tagsüber leichter Dauerfrost bei -2 Grad erwartet wird, kommt in der Nacht klirrende Kälte. Das Binnenland muss mit bis zu -15 Grad rechnen.

Die Nacht zu Sonntag soll bitterkalt werden.  © Christian Charisius/dpa

10. Januar, 7.27 Uhr: Winterdienst im neunten Volleinsatz

Seit 2 Uhr in der Nacht zu Samstag ist der Hamburger Winterdienst im neunten Volleinsatz des Jahres. Die 728 Einsatzkräfte sind mit 360 Fahrzeugen in der Stadt unterwegs, um die Folgen des Sturms auf den Straßen zu beseitigen.

"Ein besonderer Fokus bei dem heutigen Einsatz liegt auf der Bearbeitung der Bushaltestellen und Busbuchten. Hierzu befindet sich die SRH in enger Abstimmung mit der Hamburger Hochbahn", so die Stadtreinigung Hamburg in einer Mitteilung.

Trotz des umfangreichen Einsatzes könne es weiterhin glatt sein.

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