Schneechaos im Norden: Plötzlich gefrierenden Regen, Warnung vor "Gefahr für Leib und Leben"

Hamburg - Der Wintereinbruch sorgte für Chaos in Hamburg und dem Umland! Schnee und Glätte haben zahlreiche Unfälle und Straßensperrungen verursacht sowie den Bahnverkehr zum Erliegen gebracht.

Schneechaos auf den Straßen in Norddeutschland. Auch der Bahnverkehr ist massiv betroffen.  © Lars Penning/dpa

Wer zu Hause bleiben kann, der sollte das auch machen, bat der Hamburger Senat die Bürger am Freitag.

Denn nicht nur zahlreiche Autofahrer gerieten bei den Witterungsverhältnissen ins Schlingern. Auch der öffentliche Personennahverkehr ging in die Knie. Am Freitag gab es erstmals seit 2013 "schneefrei" an den Hamburger Schulen.

TAG24 berichtet im Liveticker über die Lage.

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Update, 9.36 Uhr: Warnung vor "Gefahr für Leib und Leben"

Nachdem zunächst vor markanter Glätte gewarnt worden war, hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) die Gefahrenstufe in Hamburg noch einmal erhöht. Für die Hansestadt gilt ab heute 13 Uhr bis voraussichtlich Mitternacht eine amtliche Unwetterwarnung vor Glatteis der Stufe 3 von 4.

"Es besteht Gefahr für Leib und Leben durch plötzlich gefrierenden Regen", so der DWD.

Hamburgerinnen und Hamburgern wird empfohlen, möglichst zu Hause zu bleiben, das Verhalten im Straßenverkehr den winterlichen Bedingungen anzupassen und Fahrzeuge gut vorzubereiten – etwa mit vollem Tank, Decken und warmen Getränken.

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Update, 7.33 Uhr: Warnung vor "markanter" Glätte

Die ursprüngliche Warnung vor strengem Frost am Montagmorgen für Hamburg wurde vom Deutschen Wetterdienst (DWD) aufgehoben.

Trotz der aufgelösten Frostwarnung besteht weiterhin eine erhöhte Glättegefahr: bis Dienstag, 13. Januar, 00 Uhr, warnt der DWD vor "markanter Glätte" durch gefrierenden Regen. Der DWD empfiehlt, nicht notwendige Aufenthalte im Freien zu vermeiden und Fahrten nur angepasst an die Witterung durchzuführen.

Ausblick: Am Mittwoch soll es deutlich milder werden, mit einem beachtlichen Temperatursprung, wie der DWD mitteilte.

Update, 6.37 Uhr: Metronom-Verkehr auch am Montag betroffen

Auch der metronom-Verkehr ist am Montag weiterhin betroffen. Das anhaltende Winterwetter führt zum Wochenbeginn zu zahlreichen Zugausfällen im Regionalverkehr in Niedersachsen und Hamburg, wie das Unternehmen auf seiner Webseite mitteilt.

Zugausfälle am 12. Januar:

  • RE3:
    Uelzen → Hannover Hbf (Zug 82861)
    Uelzen → Hamburg Hbf (Züge 82144, 82104)
  • RB31:
    Lüneburg → Hamburg Hbf (Zug 81662)
  • RB41:
    Tostedt → Hamburg Hbf (Zug 81962)

Update, 12. Januar, 6.24 Uhr: S-Bahn-Verkehr weiter eingeschränkt

Die aktuelle Wetterlage führt auch am Montag weiterhin zu Einschränkungen im S-Bahn-Verkehr. Durch das anhaltende Winterwetter bleibe der Betrieb sehr "störanfällig", wie die S-Bahn Hamburg mitteilte.

Um größtmögliche Stabilität und Zuverlässigkeit zu gewährleisten, wird ein angepasstes Betriebskonzept angeboten:

  • S1: Wedel–Blankenese und Blankenese–Airport jeweils alle 10 Minuten (Zugteilung in Ohlsdorf)
  • S2: Entfällt ganztägig
  • S3: Pinneberg–Neugraben alle 10 Minuten (über Jungfernstieg und Landungsbrücken)
  • S5: Neugraben–Stade im Berufsverkehr alle 20 Minuten, sonst alle 60 Minuten; Umstieg in Neugraben erforderlich
  • S7: Diebsteich–Aumühle alle 10 Minuten (über Dammtor, Sternschanze und Holstenstraße)

11. Januar, 20.19 Uhr: Unterrichtsausfall am Montag auch in Bremen

Neben Niedersachsen wird auch im Bundesland Bremen der Unterricht am Montag ausfallen. Das teilte die Sprecherin des Bildungsressorts mit. Die Schüler bekommen Distanzunterricht.

Grund für den Ausfall ist auch hier die Warnung vor extremer Glätte. Für Kinder und Jugendliche, die nicht zu Hause betreut werden können, wird an den allgemeinbildenden Schulen eine Notbetreuung organisiert.

11. Januar, 19.07 Uhr: Schule fällt in ganz Niedersachsen aus

Während in Hamburg der Unterricht am Montag regulär stattfindet, sieht es in Niedersachsens anders aus.

Wegen einer Warnung vor unwetterartigem Glatteis, haben alle Städte und Landkreise in diesem Bundesland entsprechende Ausfälle angekündigt. Ob Lehrkräfte ihre Klassen per Video-Schalte unterrichten, entscheiden vielerorts die Schulen selbst.

Ausnahmen gelten jedoch für Kinder und Jugendliche auf den Ostfriesischen Inseln. So teilte der Landkreis Wittmund mit, dass der Unterricht auf dem Festland ausfalle. Die Inseln Spiekeroog und Langeoog sind damit jedoch ausgeschlossen. Auch für Schüler auf Wangerooge gilt die Absage des Präsenzunterrichts nicht, wie der Landkreis Friesland mitteilte.

Aufgrund von Schnee und Glätte fällt der reguläre Schulunterricht vielerorts aus, so auch am Herbartgymnasium in Oldenburg.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

11. Januar, 15.02 Uhr: Schulunterricht in Hamburg findet am Montag regulär statt

Am Freitag war an Hamburgs staatlichen Schulen der Präsenzunterricht wetterbedingt abgesagt worden. Zum Wochenstart soll der Unterricht am Montag aber wieder ganz normal stattfinden.

Lediglich die Sporthallen seien mindestens bis Montagabend nicht nutzbar, da sie aus Sicherheitsgründen noch gesperrt sind, teilte die Schulbehörde Hamburg mit.

11. Januar, 9.45 Uhr: Deutscher Wetterdienst warnt vor extremer Glätte

Auf den Schnee folgte klirrende Kälte, am Montag wird es dann wieder milder - und richtig glatt!

Im Binnenland sinken die Temperaturen am Sonntag tagsüber auf bis zu -15 Grad.

Auch in der Nacht zum Montag bleibt es bei bis zu -13 Grad frostig. Durch überfrierende Nässe oder Reifglätte gibt es verbreitet Glätte, im Südwesten Schleswig-Holsteins auch durch gefrierenden Nebel.

Am Montagvormittag kann es durch gefrierenden Regen zu unwetterartiger Glätte kommen, warnt der DWD.

11. Januar, 9.33 Uhr: Fernverkehr im Norden rollt wieder

Erleichterung für Bahnreisende! Nach Angaben der Deutschen Bahn sei der Fernverkehr in Norddeutschland auf allen Hauptstrecken wieder angelaufen.

Wetterbedingt könne es aber weiterhin zu Ausfällen kommen, zudem sei nur ein reduziertes Angebot möglich.

10. Januar, 19.07 Uhr: Metronom-Züge schaffen es mitunter nicht bis ans Ziel

Zwar läuft der Regionalbahnverkehr beim Metronom wieder einigermaßen, allerdings kommt es dabei immer noch zu Problemen.

Wie das Unternehmen auf seiner Website mitteilte, schaffen es auf der Strecke von Hamburg nach Bremen nicht alle Züge bis ans Ziel.

Durch verschiedene, wetterbedingte Störungen müssen demnach einzelne Fahrten bereits in Rotenburg oder Oberneuland enden. In Richtung Hamburg wiederum beginnen die Züge dann erst in Rotenburg.

Die Metronom-Züge auf der Strecke von Hamburg nach Bremen kommen nicht alle am Ziel an. (Symbolfoto)  © metronom Eisenbahngesellschaft mbH | © Florian Danker

10. Januar, 16.50 Uhr: Weiter Probleme im Nahverkehr in Schleswig-Holstein

Die Nahverkehrsgesellschaft des Landes Schleswig-Holstein (NAH.SH) rechnet trotz Beruhigung der Wetterlage weiterhin mit Problemen.

Schneeverwehungen und Bäume auf den Gleisen würden demnach weiter für starke Einschränkungen und Ausfälle im Nahverkehr sorgen. Es werde empfohlen, auf Fahrten mit dem ÖPNV zu verzichten.

Eine vollständige Wiederherstellung des verlässlichen Betrieb werde sich möglicherweise über mehrere Tage hinziehen, so die NAH.SH gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

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