Schneechaos im Norden: Hier fällt der Schulunterricht auch am Montag aus

Hamburg - Der Wintereinbruch sorgte für Chaos in Hamburg und dem Umland! Schnee und Glätte haben zahlreiche Unfälle und Straßensperrungen verursacht sowie den Bahnverkehr zum Erliegen gebracht.

Schneechaos auf den Straßen in Norddeutschland. Auch der Bahnverkehr ist massiv betroffen.
Schneechaos auf den Straßen in Norddeutschland. Auch der Bahnverkehr ist massiv betroffen.  © Lars Penning/dpa

Wer zu Hause bleiben kann, der sollte das auch machen, bat der Hamburger Senat die Bürger am Freitag. Denn nicht nur zahlreiche Autofahrer gerieten bei den Witterungsverhältnissen ins Schlingern. Auch der öffentliche Personennahverkehr ging in die Knie. Am Freitag gab es erstmals seit 2013 "schneefrei" an den Hamburger Schulen.

TAG24 berichtet im Liveticker über die Lage.

11. Januar, 20.19 Uhr: Unterrichtsausfall am Montag auch in Bremen

Neben Niedersachsen wird auch im Bundesland Bremen der Unterricht am Montag ausfallen. Das teilte die Sprecherin des Bildungsressorts mit. Die Schüler bekommen Distanzunterricht.

Grund für den Ausfall ist auch hier die Warnung vor extremer Glätte. Für Kinder und Jugendliche, die nicht zu Hause betreut werden können, wird an den allgemeinbildenden Schulen eine Notbetreuung organisiert.

11. Januar, 19.07 Uhr: Schule fällt in ganz Niedersachsen aus

Während in Hamburg der Unterricht am Montag regulär stattfindet, sieht es in Niedersachsens anders aus.

Wegen einer Warnung vor unwetterartigem Glatteis, haben alle Städte und Landkreise in diesem Bundesland entsprechende Ausfälle angekündigt. Ob Lehrkräfte ihre Klassen per Video-Schalte unterrichten, entscheiden vielerorts die Schulen selbst.

Ausnahmen gelten jedoch für Kinder und Jugendliche auf den Ostfriesischen Inseln. So teilte der Landkreis Wittmund mit, dass der Unterricht auf dem Festland ausfalle. Die Inseln Spiekeroog und Langeoog sind damit jedoch ausgeschlossen. Auch für Schüler auf Wangerooge gilt die Absage des Präsenzunterrichts nicht, wie der Landkreis Friesland mitteilte.

Aufgrund von Schnee und Glätte fällt der reguläre Schulunterricht vielerorts aus, so auch am Herbartgymnasium in Oldenburg.
Aufgrund von Schnee und Glätte fällt der reguläre Schulunterricht vielerorts aus, so auch am Herbartgymnasium in Oldenburg.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

11. Januar, 15.02 Uhr: Schulunterricht in Hamburg findet am Montag regulär statt

Am Freitag war an Hamburgs staatlichen Schulen der Präsenzunterricht wetterbedingt abgesagt worden. Zum Wochenstart soll der Unterricht am Montag aber wieder ganz normal stattfinden.

Lediglich die Sporthallen seien mindestens bis Montagabend nicht nutzbar, da sie aus Sicherheitsgründen noch gesperrt sind, teilte die Schulbehörde Hamburg mit.

11. Januar, 9.45 Uhr: Deutscher Wetterdienst warnt vor extremer Glätte

Auf den Schnee folgte klirrende Kälte, am Montag wird es dann wieder milder - und richtig glatt!

Im Binnenland sinken die Temperaturen am Sonntag tagsüber auf bis zu -15 Grad.

Auch in der Nacht zum Montag bleibt es bei bis zu -13 Grad frostig. Durch überfrierende Nässe oder Reifglätte gibt es verbreitet Glätte, im Südwesten Schleswig-Holsteins auch durch gefrierenden Nebel.

Am Montagvormittag kann es durch gefrierenden Regen zu unwetterartiger Glätte kommen, warnt der DWD.

11. Januar, 9.33 Uhr: Fernverkehr im Norden rollt wieder

Erleichterung für Bahnreisende! Nach Angaben der Deutschen Bahn sei der Fernverkehr in Norddeutschland auf allen Hauptstrecken wieder angelaufen.

Wetterbedingt könne es aber weiterhin zu Ausfällen kommen, zudem sei nur ein reduziertes Angebot möglich.

10. Januar, 19.07 Uhr: Metronom-Züge schaffen es mitunter nicht bis ans Ziel

Zwar läuft der Regionalbahnverkehr beim Metronom wieder einigermaßen, allerdings kommt es dabei immer noch zu Problemen.

Wie das Unternehmen auf seiner Website mitteilte, schaffen es auf der Strecke von Hamburg nach Bremen nicht alle Züge bis ans Ziel.

Durch verschiedene, wetterbedingte Störungen müssen demnach einzelne Fahrten bereits in Rotenburg oder Oberneuland enden. In Richtung Hamburg wiederum beginnen die Züge dann erst in Rotenburg.

Die Metronom-Züge auf der Strecke von Hamburg nach Bremen kommen nicht alle am Ziel an. (Symbolfoto)
Die Metronom-Züge auf der Strecke von Hamburg nach Bremen kommen nicht alle am Ziel an. (Symbolfoto)  © metronom Eisenbahngesellschaft mbH | © Florian Danker

10. Januar, 16.50 Uhr: Weiter Probleme im Nahverkehr in Schleswig-Holstein

Die Nahverkehrsgesellschaft des Landes Schleswig-Holstein (NAH.SH) rechnet trotz Beruhigung der Wetterlage weiterhin mit Problemen.

Schneeverwehungen und Bäume auf den Gleisen würden demnach weiter für starke Einschränkungen und Ausfälle im Nahverkehr sorgen. Es werde empfohlen, auf Fahrten mit dem ÖPNV zu verzichten.

Eine vollständige Wiederherstellung des verlässlichen Betrieb werde sich möglicherweise über mehrere Tage hinziehen, so die NAH.SH gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

10. Januar, 15.08 Uhr: Metronom-Züge nehmen Betrieb wieder auf

Während im Fernverkehr der Deutschen Bahn im Norden weiterhin nicht viel fährt, nehmen die Metronom-Züge den Betrieb langsam wieder auf. Auf einigen Strecken müssten aber noch Erkundungsfahrten durchgeführt werden, teilte das Regionalbahnunternehmen mit.

So sieht es auf den einzelnen Strecken aus:

RE3/RB31 Hamburg Hauptbahnhof - Uelzen Hauptbahnhof

  • Auf der Strecke Hamburg <> Uelzen ist der Betrieb mit voller Geschwindigkeit möglich. Hier werden nach und nach wieder mehr Züge eingesetzt.

RE4/RB41 Bremen Hauptbahnhof - Hamburg Hauptbahnhof

  • Auf der Strecke Bremen <> Hamburg fahren die Züge aktuell alle als Regionalbahnen, um alle Unterwegshalte bedienen zu können. Die Strecke ist auch wieder mit voller Geschwindigkeit befahrbar. Nach und nach können auf der Strecke auch wieder mehr Züge eingesetzt werden.

RE2, RE3/RB31 (Hamburg Hauptbahnhof -) Uelzen - Hannover Hauptbahnhof

  • Der Abschnitt Uelzen <> Hannover kann ebenfalls wieder befahren werden. Der Hauptbahnhof Hannover ist noch nicht vollständig befahrbar, hier kommt es zu Verspätungen. Die Strecke ist insgesamt wieder mit voller Geschwindigkeit befahrbar.

RE2 Hannover Hauptbahnhof - Göttingen Hauptbahnhof

  • Zwischen Hannover und Nordstemmen ist nach wie vor kein Betrieb möglich, da die Weichen und Anlagen zu stark vereist sind. Bei erwarteten Temperaturen von -15 Grad und mehr ist nicht damit zu rechnen, dass ein Betrieb am heutigen Tag möglich ist.
  • Auf der Strecke Göttingen <> Northeim wird derzeit ein Pendelverkehr mit Zügen der Linie RE2 angeboten.

10. Januar, 14.13 Uhr: Fernverkehr im Norden weiterhin stark beeinträchtigt

Wie die Deutsche Bahn mitteilte, ist der Fernverkehr im Norden auch am Samstag weiterhin stark beeinträchtigt. So wird der Betrieb auf einigen Strecken erst am Sonntag wieder aufgenommen.

Betroffen sind folgende Strecken:

  • Hannover <> Ruhrgebiet
  • Hannover/Hamburg <> Berlin
  • Hamburg <> Frankfurt / Würzburg
  • Kopenhagen <> Hamburg
  • Amsterdam <> Hannover
  • Westerland/Kiel <> Hamburg
  • Binz/Stralsund/Rostock <> Berlin
  • Norddeich/Emden <> Hannover / Ruhrgebiet

Die Fernverkehrszüge zwischen Hamburg und Nordrhein-Westfalen fahren, es kann aber zu Verspätungen und Ausfällen kommen.

Im Fernverkehr der Deutschen Bahn im Norden geht auch am Samstag weiterhin nicht viel. Auf einigen Strecken soll erst am Sonntag wieder gefahren werden.
Im Fernverkehr der Deutschen Bahn im Norden geht auch am Samstag weiterhin nicht viel. Auf einigen Strecken soll erst am Sonntag wieder gefahren werden.  © Julian Stratenschulte/dpa

10. Januar, 13.33 Uhr: Deutscher Wetterdienst warnt vor extremer Kälte

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für den Zeitraum von Samstag, 18 Uhr, bis Sonntag, 9 Uhr, eine amtliche Warnung vor strengem Frost ausgesprochen.

Es bestehe Gefahr durch erhebliche Frostschäden, Unterkühlung bei längerem Aufenthalt im Freien und einfrierende Wasserleitungen.

Längere Aufenthalte im Freien sollten vermieden werden.

Der DWD warnt vor langen Aufenthalten im Freien.
Der DWD warnt vor langen Aufenthalten im Freien.  © Frank Molter/dpa

10. Januar 12.42 Uhr: Feuerwehr warnt vor herabfallenden Eiszapfen

An vielen Dächern in Hamburg und dem Umland bilden sich aufgrund der Witterung Eiszapfen, die laut Feuerwehrsprecher zur Lebensgefahr werden können. Die Polizei Hamburg gab eine Warnung über den WhatsApp-Kanal heraus.

"Bitte halten Sie Abstand, achten Sie auf sich und andere", heißt es in der Mitteilung der Polizei.

In den letzten 24 Stunden sei die Feuerwehr in der Hansestadt zu 178 Einsätze ausgerückt, hauptsächlich um Eiszapfen von den Dächern zu lösen. Es bestehe Lebensgefahr, sollte ein Eiszapfen einen Menschen treffen, so ein Sprecher der Feuerwehr gegenüber TAG24.

Die Feuerwehr musste zu etlichen Einsätzen ausrücken, um Eiszapfen von den Dächern zu lösen.
Die Feuerwehr musste zu etlichen Einsätzen ausrücken, um Eiszapfen von den Dächern zu lösen.  © Nonstopnews

10. Januar, 10.32 Uhr: Plan verworfen! Fernverkehr erst ab Samstagmittag

Eigentlich sollte der Fernverkehr im Norden ab 10 Uhr wieder rollen, doch die Deutsche Bahn musste zurückrudern. Die Züge sollen erst gegen Mittag wieder fahren.

Titelfoto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

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